Larpwerker Convention: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 2. November 2015, 14:40 Uhr
| Larpwerker Convention | |
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| Daten | |
| Orga | Firma DunkelArt in Zusammenarbeit mit befreundeten Firmen |
| Ort | Bürgerhaus Dreieich-Sprendlingen |
| Jahr | 2015 |
| Webseite | http://www.larpwerker-convention.de |
| Autor der Rezension | Christopher Brockhaus |
Inhaltsverzeichnis
Jahr
2015
Veranstaltungsort
Bürgerhaus Dreieich-Sprendlingen
Genre
Messe / Convention
Rezension
Eine Messe nur für Larpis, ganz in der Nähe? Nachdem die Stände in Essen bei meinem letzten Besuch doch etwas ausgedünnt schienen, war es klar, daß ich diese Convention besuchen musste.
Dreieich ist geradezu um die Ecke, und das nächste Pallyndina steht vor der Tür. Vielleicht gab es dort etwas Neues zu sehen, oder günstig Requisiten zu erstehen.
Die Convention war eine neue Veranstaltung, angesiedelt im wohlbekannten Bürgerhaus von Dreieich. Die Pforten öffneten um 10 Uhr, und die ersten Besucher sollten eine „Wundertüte“ bekommen.
Also warfen wir uns standesgemäß in Gewandung, dann machten wir uns zeitig auf den Weg - will sagen, verspätet wie die Bahn.
Denn als wir ankamen, hatte sich schon eine große Schlange vor den noch verschlossenen Toren gebildet. Zum Glück ging es hier nicht um einen Praktikumsplatz, sonst hätten wir wohl einpacken können. Die Wundertüte konnten wir somit nicht ergattern.
Als die Tore sich dann öffneten, wurden die wartenden Gäste zügig und routiniert hineingeschleust. Diese waren wie wir zum großen Teil gewandet, wobei wiederum die Mehrheit im Fantasy-Genre zu Hause war. Einige Endzeit-Spieler fielen dabei ebenso auf wie einige „in Zivil“ gekleideten Besucher. Letztere mehr als erstere, denn sie waren deutlich in der Minderheit.
An den Ständen erwartete uns ein breites Angebot der verschiedensten Waffen und Larpbekleidungen. Hier trat ein neuer Anbieter mit dem klingenden Namen „Plebs“ hervor: Kurz hinter dem Eingang wurden von zwei gutgelaunten Frauen abgenutzt aussehende Gewänder für das einfache Volk angeboten, in Sackleinen oder einer täuschend echt nach verranztem Leder aussehenden Variante. Bei den Klamotten kamen mir ganz finstere Gedanken und meinem Geldbeutel wurde mulmig, denn dieser Laden hat auch einen Internet-Shop (http://www.plebs.xyz/).
Für Bürger oder gar den Adel waren dann die Schneiderwerkstätten zuständig, ich zählte mindestens drei. Eine mit einem auffälligen Kleid, das für die Fürstin nur leider zu klein war.
Mit einer passenden Gewandung ausgestattet, konnten die geneigten Besucher sich auch zu einer Fotosession begeben. Während unserer Anwesenheit wurde dieses Angebot aber kaum genutzt.
Sehr schade fanden wir es auch, daß die Garderobe nicht benutzt werden durfte. Ich hatte nicht damit gerechnet, daß es so warm werden würde wie in Essen, nun wäre ich gern meine dicke Jacke irgendwo losgeworden.
An Schmuck verschiedenster Art konnte ich ganz gut vorbeigehen - Diademe für Priestercharaktere oder Götter gab es zum Glück nicht. Aber eine schöne Taschenuhr und einen Uhrenring mit einem äh, Arzneimittelreservoir, mußte ich dann doch mitnehmen.
In der großen Halle gab es eine Auktion - und zwei staunenswerten Stände mit Steampunk bzw. Endzeit- Waffen.
Da ich gerade auf dem StarWars Pfad bin, hatte es mir eine gemoddete Nerf-Gun sehr angetan. Dass dieser Stand auch einen EC-Kartenleser besaß, gehörte zum perfiden Plan..
Ich tröstete mich über den Schwund in meinem Geldbeutel mit völlig kostenlosen, selbstgebackenen Plätzchen, die an einem Stand namens „Brenn-Stoff“ gereicht wurden (http://www.brenn-stoff.de). Der bot ansonsten - nicht kostenlos - Holzbrettchen bzw. Bretter an, in die selbst zu wählende Motive eingebrannt werden konnten. Auch Kisten, Ziergürtel oder Barette waren im Programm. Das bemerkenswerteste waren für mich aber die schönen Schilder. Ich hätte gern ein Schild „Nach Pallyndina“, und noch mehr von diesen Plätzchen..
Holzschilde größerer Machart gab es auch an einem anderen Stand (aber keine Plätzchen). Ideal für Tavernen oder Lager.
Ein paar kleinere Anbieter gingen in der großen Halle nur etwas unter, da sie ihre Standplätze ziemlich am Rand hatten. Dem versuchte eine Wanderauktion etwas abzuhelfen: Ein Mann mit einer kräftigen Stimme schnappte sich jeweils einen Artikel von einem der Stände und versteigerte diesen gutgelaunt in der Menge.
Einige Firmen, die ich auf der Essener Messe vermisste (z.B. ArsSica), fehlten leider auch auf dieser Convention. Aber die Veranstaltung konnte auch so bekannte Namen in die Waagschale werfen (Ungebil.de, Dunkelart, Dein Larp Shop, Zauberfeder Verlag). Und wie auf der Messe gab es auch mindestens eine Zeichnerin, die für einen fairen Obolus Bilder von uns anfertigte (http://www.susannehabermann.de/).
Alles in Allem war es nicht ganz so viel neues wie ich es mir von einer Messe erhoffe, die idealerweise nicht nur neue Anbieter, sondern auch neue Produkte vorstellen sollte. Aber es herrschte eine gute, fast familiäre Atmosphäre.
Den Gewandungswettbewerb haben wir nicht mehr erlebt, die Müdigkeit legte sich auf die Augen und die Füße. Wir traten zufrieden und um etliche Euronen ärmer den Heimweg an.