Thunderstone

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Thunderstone
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Spieledaten
Autor Mike Elliott
Verlag Pegasus Spiele
Erscheinungsjahr 2009
Art Kartenspiel
Mitspieler 1 - 5
Dauer 60 - 90 Minuten
Alter ab 12 Jahre
Auszeichnungen


Thunderstone ist ein Kartenspiel von Mike Elliott, das bei Pegasus Spiele erschienen ist.

Hintergrund

Thunderstone ist ein Kartenspiel auf Basis der sogenannten Deck-Building-Games - im Gegensatz zu den klassischen Trading-Card-Games entsteht das Deck im Laufe des Spiels. Bei diesem Spiel kontrollieren die Spieler eine Gruppe von Helden auf der Suche nach einem mächtigen magischen Artefakt - dem Thunderstone. Auf dem Weg durch ein Dungeon gilt es sich mit einer großen Schar von Angreifern auseinander zu setzen. Die geschickte Kombination von Ausrüstungsgegenständen, der Einsatz von Zaubern aber auch die Mithilfe der Bewohner eines naheliegenden Dorfes helfen dabei.

Spielprinzip

Die ungefähr 580 Karten des Spiels setzen sich im Wesentlichen aus drei Guppen zusammen, den Monsterkarten, die Dorfkarten und die Heldenkarten. Beim Spiel wird immer nur ein Teil der Karten verwendet. Je nach Auswahl von Monsterklassen und Dorfkarten entsteht ein leicht verändertes Spiel. Die Zusammenstellung der Karten erfolgt entweder durch Vorschläge in der Spielanleitung oder aus dem Internet, ist aber auch mittels im Spiel enthaltenen Zufallskarten möglich. Darüber hinaus gibt es eine Gruppe von Basiskarten - Karten die in jedem Spiel Verwendung finden. Sie setzen sich zusammen aus einfachen Ausrüstungsgegenständen und dem kleinsten Heldentyp - der Miliz - und werden auch für das Startdeck der Spieler verwendet. Ferner gehören auch Karten mit Erfahrungspunkten und Krankheiten zu den Basiskarten.

Zu Beginn werden die Karten von drei Monsterklassen und, unter die letzten zehn Karten dieses Stapels der Thunderstone gemischt. Die obersten drei Karten der Monsterkarten werden aufgedeckt und bilden somit das Dungeon. Die Basiskarten und die für dieses Spiel gewählten Dorfkarten werden für jeden Spieler gut sichtbar ausgelegt.

Jeder Spieler mischt zu Beginn sein Startdeck und zieht davon sechs Karten auf die Hand. Zu Beginn eines Zuges legt der Spieler seine Handkarten offen vor sich aus. Er kann jetzt zwischen drei Möglchkeiten wählen. Ein Besuch im Dorf ist wohl die am häufigsten gewählte Möglichkeit in den ersten Runden. Vor allem Ausrüstungsgegenstände, aber auch besiegte Monster haben auf ihren Karten eine Kaufkraft abgedruckt. Mit der Kaufkraft-Summe der Kartenhand kann der Spieler nun einen Einkauf tätigen, kann also eine der ausliegenden Dorf- oder Basiskarten erwerben. Beim Einkauf können auf der Kartenhand befindliche Dorfbewohner behilflich sein, etwa indem ein zweiter Einkauf getätigt werden kann. Die neu erworbene Karte wird nun auf dem eigenen Ablagestapel abgelegt. Die zweite Aktionsmöglichkeit ist der Besuch des Dungeons, hierfür muss überprüft werden ob die gesamte Kampfkraft der Kartenhand ausreicht eines der ausliegenden Monster zu besiegen. Dabei muss auch berücksichtigt werden ob die Heldegruppe genug Licht mit sich führt und ob es Besonderheiten bei dem Monster gibt, etwa, dass es nur magisch angegriffen werden kann. Gelingt es das Monster zu besiegen, rücken die ausliegenden Monster in Richtung Ausgang auf und ein neues wird aufgedeckt. Das besiegte Monster wird auf den eigenen Ablagestapel gelegt. Die dritte Möglichkeit ist das Ausruhen, der Spieler macht nichts und kann dafür sich einer ungeliebten Karte aus seiner Kartenhand entledigen. Nach dem Ende der Aktion wirft der Spieler seine eben verwendeten Karten auf den eigenen Ablagestapel und zieht sechs neue Karten vom eigenen Nachziehstapel. Ist dieser aufgebraucht, so wird der Ablagestapel wieder gemischt.

Das Spiel endet wenn der im Stapel der Monsterkarten eingemischte Thunderstone den vordersten Platz im Dungeon erreicht. Gewonnen hat der Spieler mit den meisten, der auf Monster- und Heldenkarten abgedruckten Siegpunkten.

Fazit

Unverkennbar hat Thunderstone deutliche Parallelen zu Dominion. Im Laufe des Spiels wird ein Karten-Deck zusammengestellt, von dem dann immer einige wenige Karten gezogen werden. Diese Auswahl entscheidet dann über die Aktionsmöglichkeiten in diesem Zug. Und hier fangen auch schon die Unterschiede an. Bei Dominion steht der Erwerb von Königreichkarten absolut im Vordergrund, das Spiel wird vor allem von der geschickten Auswahl der Königreichkarten bestimmt. Bei Thunderstone ist das Einkaufen eigentlich nur Nebensache, es dient dazu die Helden stärker zu machen. Siegpunkte bekommt man im großen und ganzen nur beim Besiegen eines Monsters und durch das Upleveln der Helden mittels der durch Kämpfe erworbenen Erfahrungsspunkte. Man kann durchaus sagen, dass es bei Thunderstone eigentlich zwei Arten von Währung gibt - die Kaufkraft einiger Karten zum Einkauf im Dorf und die gesammelte Kampfkraft zum "Einkaufen" im Dungeon. Ist bei Dominion im Regelfall das schlanke Deck das bessere Deck, laßt sich dies bei Thunderstone nicht so einfach sagen. Um möglichst gegen alle Monstertypen gewappnet zu sein, ist es auch erforderlich ein breit gestreutes Feld an Zaubern, Waffen und Heldenklassen zu besitzen. Durch die Komplexität beim Zusammenspiel von Zaubern, Waffentypen, Heldenklassen, Angriffstärke, Lichtmali usw. ist die Einstiegshürde im Verhältnis zum Dominion-Basisspiel auf jeden Fall höher. Auch ist das Thema des Spiels besser umgesetzt, wer hat schon wirklich das Gefühl bei Dominion ein Reich aufzubauen? Bleibt noch die durchgehend gute Qualität der Grafiken auf den Karten zu erwähnen. Spieler die sich schon für Dominion begeistern konnten und vielleicht darüber hinaus noch ein Faible für Fantasy haben kann ich dieses Spiel absolut empfehlen

Erweiterung

  • Zorn der Elemente (Verfügbar ab Januar 2011)

Weblinks

[tt_news=4152 Beschreibung auf der Verlagsseite]