Pallyndina 2010

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Pallyndina - Schatten aus der Zeit

Es begab sich also, dass tapfere Recken und Maiden sich trafen am 17. bis 19. Septembri des Jahres 2010 irdischer Zeitrechnung - irgend eines komischen Typen.

Es war das erste Larp der Anderwelt-Welt seit sieben Jahren. Richtig, diese Welt ist Anderwelteigentum. Jeder, der etwas anderes sagt, hat etwas nicht verstanden. Die Location war einer handvoll Erlesener bereits bekannt - die Steinesmühle in Laubach / Münster. Hier wurde bereits die Andertours 2010 zu Ostern abgehalten. Dieses doch recht ambientige Haus mit nutzbarer Scheune bot also genug Platz, um 34 Larplustige eine Behausung für drei Tage zu bieten. Gleich hinter dem Haus fließt ein lauschiger Bach- oder doch eher Fluß, (kommt drauf an ob intime oder outtime) hinüber führt eine handgemachte Holzbrücke zu den weiten Feldern und Wäldern.

Nach erfolgtem Aufbau von zwei Spielerzelten, dem Bezug der Zimmer und Aufbau in und um der Mühle, sowie einem sehr leckeren Abendmahl folgte die lang erwartete SL-Ansprache. Mit einigen Sätzen, den LARP-Profis zumeist bestens vertraut, machte unsere Ylva die Hackordnung unmissverständlich klar.

Kurze Zeit später ging es los - jeder bekam seinen eigenen Auftritt während der Intime-Anreise. Und schnell war es um die Ruhe geschehen. Der Weg, die Brücke zum Gasthaus, wurde versperrt von einigen Raubeinen, Wegelagerern, Vagabunden, kampflustigen Dieben. Den Recken blieb nichts anderes übrig, als diese in die Flucht zu schlagen, doch mehr sollten folgen. Was ist das nur für ein chaotischer Zustand in Pallyndina?

Endlich in der Gaststätte eingekehrt stellte sich uns das nächste Problem in den Weg. Einige dunkle Geschöpfe, wohl Nachtmahre genannt, machten sich kopfschmerzenverteilend im Lager breit - und sie wollten die gute Dame aus Handelshause. Doch das ließen die Spieler nicht zu und vereitelten mit dem guten alten Motto der Standhaftigkeit die Entführung.

Am nächsten Tag überschlugen sich die Ereignisse. Ein verborgener Schrein wurde gefunden und entschlüsselt. Eine seltsame Erscheinung erwies sich als gefährlicher Dimensionsriss, ein freundlicher Troll gesellte sich dazu, es wurde mit einer Spinne gesprochen und allerlei Verwirrung gestiftet. Die Unterhaltungsdame des Lagers beraubte einen geschäftstüchtigen Gehörnten - was er mit Sicherheit nicht als Raub empfand. Die Ingredienzen für einen Faden, der den nun enttarnten Dimensionsriss flicken sollte, wurden gesammelt und ein Gott lachte sich ins Fäustchen. Die Kaufmannstochter entpuppte sich als Fürstin des Landes - und nach einer alchemistischen Untersuchung sowie Befragung der Dorfhexe war sie auch um eine vermeintliche Tante reicher. Und um einen Verlobten, denn der ganz offensichtlich verliebte Leibwächter war der Prinz des Nachbarfürstentums, so gab die Fürstin dem Werben des nun standesgemäßen Begleiters nach. Reichlich beschenkt wurde das Fräulein, da durfte der Segen einer Fruchtbarkeitsgöttin nicht fehlen. Ach, wenn man sich doch nur alles behalten könnte. Aber so ist es nunmal, das Los des vergesslichen Menschen.

Der Sonntag begann mit inplay- ja, genau. Inplay! Es war noch nicht vorbei! Der Dimensionsriss musste noch geschlossen werden. Der Faden wurde gesponnen, die tapferen Schneiderlein gingen an die Flickarbeit, einige merkwürdige Begebenheiten wurden doch absolviert und siehe da- der Frieden war wieder hergestellt, außer für mich - ich hatte wohl doch zu unverblümt mit dem Gott geredet und der lachte sich nun noch mehr ins Fäustchen. Aber das steht auf einem anderen Blatt.

Unkompliziert ging es dann auch mit dem Abbau und dem großen Tschüss- sagen zu. Alle gingen- so hatte es den Anschein- zufrieden hinfort.

Dieses Anderwelt-Wohlfühl-Larp war mehr als gelungen. Alle wurden von den hervorragenden Köchen gefüttert - an dieser Stelle noch ein Kompliment mit Applaus! Die Unterbringung war komfortabel, das Wetter angenehm und die Gesellschaft gesellig. Nächstes Jahr wird es wieder da sein, mindestens zweimal, mindestens doppelt so groß!

Euer Attorok