Spielmesse Essen 2005
| Spielmesse Essen 2005 | |
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| Daten | |
| Orga | Anderwelt e.V. |
| Ort | Essen |
| Jahr | 2005 |
| Webseite | {{{Webseite}}} |
| Autor der Rezension | Evil Ylva |
Inhaltsverzeichnis
Jahr
2005
Ort
Essen
Genre
Besucher-Messe und Computerspiele Convention
Rezension
Nach langer Abstinenz gab es tatsächlich wieder so etwas wie ANDERTOURS. Fünf Anderweltler trafen sich Donnerstag Mittag, begrüßten die HUXA, tauschten Nettigkeuten und Wegepläne aus, um dann anschließend guter Dinge Richtung Essen zu fahren. Normalwürfel
Wir kamen prima durch, quartieren uns im Nachbardorf in einer Herberge ein und spazierten anschließend erstmal durch das Dorf, auf der Suche nach einem Café oder einer anderen Örtlichkeit, die uns nach der langen Reise irgendwie mit Koffein und ein wenig Kohlehydraten versorgen könnte.
Hier wurden wir brutal mit den lokalen Ladenöffnungszeiten konfrontiert, denn der lange Marsch durch eine endlos scheinende Straße führte uns immer wieder vor verschlossene Türen. Im Zentrum des nächsten Dorfes fanden wir dann Einlaß in einem Café, in dem wir uns niederließen und gleich mal das Durchschnittsalter der Gäste um zirka 40 Jahre erhöhten. Abends gings dann in eine gemütliche Gaststätte, die allen ein reichhaltiges Mahl bot, nach dem wir eigentlich nur noch in die Betten plumpsten. Aber am nächsten Tag gings dann los- frisch gestärkt vom Frühstück und ausgeruht düsten wir frühmorgens zum Messegelände, wo uns nach dem Erwerb der Karten gleich in die bereits gut gefüllte Vorhalle stürzten. Viele warteten mit Spannung darauf, daß es endlich losging, und ein Teil der Anderweltler kämpfte sich zu den Glastüren vor, um möglichst schnell hineinzukommen- "wir müssen uns das neue Shadowrun-Regelwerk, gleich holen, die Limited Edition". Andere Besucher hatten wohl zumindest ähnliche Pläne - es waren auffällig viele dunkel gekleidete, junge Menschen im Pulk, wie auch solche, die einfach sehr verdächtig nach "Hörer von metallscher Musik" und "Rollenspieler" aussahen. Schließlich knickte der Veranstalter kurz vor zehn Uhr ein und öffnete die Pforten, wohl um angesichts der Menge größere Schäden an den Glastüren zu verhindern. Volkers Stand
Und Abflug! Zusammen mit allen anderen Besuchern strömten wir hinein, und dank der frühen Stunde konnten wir uns dort auch noch gut bewegen, das Shadowrun-Regelwerk wurde ohne nennenswerten Widerstand eingesackt. RPG-Stand
Wohlbesorgt war dieses nun, die Gruppe konnt' was anderes tun.. zum Beispiel, einfach einmal durch alle Hallen wandeln und die Stände bestaunen. Da gab es jede Menge, bizarres wie traditionelles, natürlich auch Rollenspielsachen, aber auch Drachen und bizarre Knobelspiele. Für ANDERWELT gab es auch Neuigkeiten zu erwerben, und so besuchten wir umgehend erst mal den "Spielerestposten"-Stand, an dem wir uns ein neues CARASSONNE zulegten.
Ein paar Stände weiter probierten wir ein neues Brettspiel namens NIAGARA, das sich schnell als "Spiel zum dritten Bier" herausstellte. Der Präsi trug sich nichtsdestoweniger in eine Liste ein, um an einem NIAGARA-Turnier teilzunehmen. Dann gings weiter durch die Hallen, wobei wir den Kinderspielsektor sehr eilig und den Rollenspielsektor sehr gemächlich durchquerten. Wie es sich schon in der Vorhalle angekündigt hatte, war der Rollenspielsektor sehr stark vertreten, und die Fülle an Material ließ uns die Augen überquellen. Kaum fanden wir Zeit, alles durchzuwühlen, obwohl wir uns zwischenzeitlich teilten. Laprzeuch
Völlig überraschend-zumindest für mich - war die Tatsache, daß jede Menge LARP-Zubehör angeboten wurde: Gewandungen, Kettenhemden, Lederrüstungen und Latexwaffen, so weit das Auge reichte. Auch echte Waffen wurden angeboten, diese allerdings aus rechtlichen Gründen "nicht schaukampftauglich" (für das Tragen solcher Waffen benötigt mensch inzwischen auch einen Waffenschein). Das Allerschärfste zu dem Thema sahen wir aber an einem anderen Stand: Eine Kettensäge aus Latex! Nur das Ölkännchen fehlte... Kettensäge
Zwischendurch stärkten wir uns mit Kaffee und diversen mitgebrachten Snacks. Vor allem bei der Verpflegung holte uns die rauhe Wirklichkeit aus unserem Schwelgen: Fast zwei Steine für einen kleinen Becher Kaffee und 5 (in Worten: fünf) Teuro für ein kleines belegtes Brötchen. Leute, ihr habt sie nicht alle! War der Kaffee unabdingbar, streikten wir beim Essen und machten uns lieber auf die Suche nach dem Stand von CHAOSIUM- in seiner Eigenschaft als der Herauseber von STURMBRINGER für den Präsi wie für die Schriftführung begehrt. Doch trotz mehr oder weniger hilfreicher Angaben des Helfers am Infostand (der dann auch einfach in den Katalog schaute) liefen wir uns die Füße platt, ohne auch nur eine Spur davon zu finden.
Enttäuscht und doch etwas müde traten wir den Rückzug an. Eigentlich stand noch das NIAGARA-Turnier für den Präsi an, aber nach lauten Klagen über Schmerzen wurde deutlich, daß die Gruppe keine Lust mehr hatte, und er wurde überstimmt. Die Heimreise war nicht ganz so angenehm wie die Rückreise, weil wir in den Feierabendverkehr gerieten, sehr zum Mißfallen des Fahrers. Als wir uns daraus endlich herausgekämpft hatten, konnte der Präsident der "Gesellschaft für binäres Fahren" endlich mal zeigen, was aus der HUXA so alles herauszuholen war, wenn man wollte, und wir machten jede Menge Boden gut. Früher als gedacht trudelten wir wieder in Hanau ein und beschlossen den Abend mit einem leckeren Mahl in der "Brasserie". Es war eine gelungene Fahrt, leider zu kurz, wie ich meine, das nächste Mal werden wir zwei Tage bleiben. Aber trotzdem- wer nicht mitkonnte oder wollte, hat etwas verpaßt!