Dominion
| Dominion | |
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| Spieledaten | |
| Autor | Donald X. Vaccarino |
| Verlag | Hans im Glück Verlag u.a. |
| Erscheinungsjahr | 2008 |
| Art | Kartenspiel |
| Mitspieler | 2-4 |
| Dauer | ca. 60 Min |
| Alter | ab 8 Jahre |
| Auszeichnungen | |
| Spiel des Jahres 2009 Deutscher Spielepreis 2009 | |
Dominion ist ein Kartenspiel von Donald X. Vaccarino, welches beim Hans im Glück Verlag erschienen ist.
Inhaltsverzeichnis
Hintergrund
Bei Dominion schlüpfen bis zu vier Spieler in die Rolle eines kleinen Fürsten in einer mittelalterlichen Welt. Ausgehend von nur drei kleinen Anwesen und etwas Startkapital, versuchen die Spieler Ruhm, Ansehen und Macht zu vergrößern.
Spielprinzip
Das Spiel, das in die Gruppe der Kartenspiele gehört, besteht aus drei verschiedenen Arten von Karten, nämlich Geld-, Punkte- und Königreichkarten. Die als Königreichkarten bezeichneten Aktionskarten sind am meisten im Spiel enthalten, insgesamt gibt es 25 verschiedene, von denen jeweils zehn Stück vorhanden sind. Auf den Punktekarten sind Siegpunkte aufgedruckt. Zu Beginn erhält jeder Spieler aus der Gruppe der Punktekarten drei Anwesen und sieben Kupfer-Geldkarten. Diese Karten werden gemischt und bilden so den persönlichen Nachziehstapel des Spielers. Von den Königreichkarten werden zehn Stapel ausgewählt und auf den Tisch ausgelegt und bilden somit zusammen mit den Geld- und Punktekarten den sogenannten Vorrat. Bei der Auswahl der Königreichkarten kann entweder eine der Vorschlagskombinationen aus der Anleitung, eine Kombination nach eigenen Wünschen oder eine zufällige Kombination gewählt werden. Je nach Kombination der Königreichkarten ist eine leicht veränderte Strategie von Vorteil.
Zu Beginn jeder Runde werden fünf Karten des Nachziehstapels auf die Hand genommen. Eine Runde besteht aus drei Phasen, die von jedem Spieler direkt nacheinander gespielt werden. In der Aktionsphase besteht die Möglichkeit eine Königreichkarte aus der Hand auszuspielen. Die Anweisungen auf den Karten gehen in alle möglichen Richtungen, so können etwa weitere Karten vom Nachziehstapel gezogen, eine weitere Aktion gespielt oder in der zweiten Phase ein zweiter Kauf ermöglicht werden. Einige wenige Karten werden als Angriffskarten bezeichnet (z.B. Hexe, Bürokrat und Miliz) und behindern die Mitspieler, falls diese sich nicht verteidigen können. In der zweiten Phase besteht die Möglichkeit mittels auf der Hand befindlichen Geldkarten eine auf dem Tisch liegende Karte zu kaufen, dabei kann es sich sowohl um eine Königreichkarte, eine Punktekarte oder auch um eine Geldkarte handeln. Die erworbene Karte wird dann zusammen mit den ausgespielten und den noch auf der Hand befindlichen Karten in der Aufräumphase abgelegt und bilden so den persönlichen Ablagestapel des Spielers. Geht beim Nachziehen der 5 Handkarten der Nachziehstapel zu Ende wird einfach der Ablagestapel neu gemischt.
Das Spiel endet sofort wenn entweder drei beliebige Stapel aus dem Vorrat, oder aber der Stapel der teuersten Punktekarten - die Provinz - ausverkauft ist. Gewinner ist der Spieler, der die meisten Siegpunkte mittels Punktekarten gesammelt hat.
Fazit
Wie "Race For The Galaxy" oder "Blue Moon City" ist auch Dominion ein Kartenspiel mit deutlicher Verwandtschaft zu Trading-Card-Games. Ähnlich wie bei "Magic - The Gathering" können sich die Spieler ihr eigenes Deck zusammenstellen und somit ihre Taktik bestimmen, dies geschieht allerdings während des Spiels. Abgesehen von den wenigen Angriffskarten ist es im Gegensatz zu "Magic" mit der Interaktion zwischen den Spielern nicht so weit her. Allerdings stört dies den Spielspaß in keiner Weise. Die vielen Kombinationsmöglichkeiten der Königreichkarten laden immer wieder zu neuen Kombinationsversuchen ein, geschickt ausgespielt können diese durchaus zu einer Vielzahl direkt nacheinander ausgeführten Aktionen führen und die Anzahl von möglichen Käufen erhöhen. Nicht umsonst wird in Spielerkreisen intensiv darüber diskutiert welche Kombinationen in einem Deck besonders nützlich sind. Erwähnenswert ist auch der Kunststoffeinsatz des Kartons, der eine wirklich getrennte Aufbewahrung der über 500 Karten auch beim Transport ermöglicht. Abgerundet wird das ganze durch schöne Illustrationen auf den Karten und einer wirklich guten Spielanleitung. Dominion ist ohne Frage ein Spiel mit einer hohen Langzeitmotivation und nur geringer Einstiegshürde. Durch die kurze Spielzeit einer Partie, sind mehrere Revanchepartien an einem Abend durchaus keine Seltenheit. Dem Autor Donald X. Vaccarino ist es tatsächlich gelungen ein Spiel zu entwickeln das vielen regelmäßigen Spielern gefällt und dennoch auch für Familien und Gelegenheitsspieler geeignet ist. Daher kann ich das Spiel uneingeschränkt empfehlen.