Carcassonne - Die Burg

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Carcassonne - Die Burg
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Spieledaten
Autor Klaus-Jürgen Wrede feat. Rainer Knizia
Verlag
Erscheinungsjahr
Art
Mitspieler genau 2
Dauer
Alter
Auszeichnungen


Mit "Carcassonne - Die Burg" ist die Carcassonne-Familie um ein weiteres eigenständiges Spiel erweitert worden. Interessant hierbei ist, daß Klaus-Jürgen Wrede dabei einen Co-Autor hatte. Den Brettspielern dürfte der Name Rainer Knizia geläufig sein: Mit über 200(!) Spieleveröffentlichungen (u.a. Herr der Ringe (Kosmos), Amun Re (Hans im Glück), Euphrat & Tigris (Hans im Glück)) und beinahe unzähligen Auszeichnungen weltweit, ist er einer der richtig aktiven Spieleautoren.

Es handelt sich bei Carcassonne - Die Burg um ein Zwei-Personen-Spiel. Nach dem Öffnen der Schachtel fällt schon der größte Unterschied zu den anderen Carcassonne-Spielen auf. Elemente aus Karton werden nach dem Puzzle-Prinzip zusammen gesteckt, und bilden so eine verwinkelte Burgmauer. Sie gibt einen Rahmen für die zu legenden Karten und dient gleichzeitig als Punktezähler.

Wie schon in Carcassonne werden die Figuren als Gefolgsleute bezeichnet. Ihre Aufgaben sind Herold (Straße), Ritter (Burg), Knappe (Haus) und Händler (Hof). Das Setzen erfolgt wie bei den anderen Carcassonne-Spielen. Zu Beginn des Spiels werden Bonusplättchen auf alle Ecktürme der Mauer verteilt. Der Spieler der mit seinem Zählstein zuerst auf eines der beiden Felder eines Eckturms kommt, erhält dann das ausgelegte Plättchen. Die Bedeutung ist vielfältig, ein Teil der Plättchen haben erst bei der Endabrechung eine Bedeutung, andere können im Laufe des Spiels eingesetzt werden. Weil es mehr Plättchen als Ecktürme gibt, weiß man nie genau welche in dieser Runden Verwendung finden.

Natürlich ist Carcassonne - Die Burg nur ein weiteres Spiel nach dem Carcassonne-Prinzip. Jedoch haben einige Aspekte durchaus ihren eigenen Reiz. Zum Beispiel ist die hier gewählte Form, die Bonusplättchen ins Spiel zu bringen, ein wichtiges strategisches Element. Die Spieler werden versuchen, genau soviele Punkte wie notwendig zu erreichen, um zum jeweils nächsten ausliegenden Plättchen zu gelangen. Die Tatsache, daß dieses Spiel nur zu zweit gespielt werden kann und sehr schnell zu Enden geht, ist fast eine Aufforderung dazu, bei einer Spieleveranstaltung einmal ein Tunier zu veranstalten. Und natürlich kann man dieses Spiel tatsächlich auch zwischendurch spielen, z.B. in der Mittagspause mit einem Arbeitskollegen. Carcassonne-Fans werden wohl nicht umhin kommen, sich dieses Spiel zuzulegen. Nicht zuletzt wegen des fairen Preises (ca. 13 Euro) kann ich das Spiel absolut empfehlen.

[Gerhard]