Besuchsbericht Demon Con 2004
In diesem Jahr startete das Con des Twilight eV schon am Freitag, und eine engagierte Schar ANDERWELTLER zog auch tatsächlich nachmittags schon los, während die anderen samstags folgten.
Die Fahrt in den Süden zog sich ziemlich hin, nicht nur um Würzburg gab es jede Menge Staus und mehr als zäher Verkehr, so daß die Nachhut am Samstag etwas ermattet gegen Mittag eintraf, um sich anschließend erst einmal mit Chili oder Brötchen zu stärken. Die Stärkung mittels flüssigem Brot entfiel leider auf dem gesamten Con, denn traurigerweise hatten wir zwar wohlschmeckendes örtliches Spezialgebräu bestellt, bekamen aber nur eine Light Version davon, mit reduziertem Alkoholgehalt und leider auch reduziertem Geschmack. Eingeschränkt war auch das Spielangebot, irgendwie erschien die große Halle seltsam leer. Den Löwenanteil machten - wie auch schon letztes Jahr - die Tabletop-Spiele aus. Es wurden eine Menge Simulationen des 2. Weltkriegs geboten und GAMES WORKSHHOP hatte einen größeren Stand, an dem auch ein Figurenmalwettbewerb angeboten wurde. Ansonsten gab es noch eine Shadowrun-Double-Blind Runde und zwei DSA Tische. Alle genannten Tische waren gut belegt, aber dazwischen klafften immer wieder Löcher in der Aufstellung.
Die freitags angereisten Anderweltler hatten einstweilen ein Angebot von ANDERWELT an die Stellwand gepinnt, darunter leider auch YU-GI-OH. Ein Systemfehler, den die Rezensentin sicher mit einer Schere gepatcht hätte, wäre sie rechtzeitig dagewesen. Glücklicherweise kamen hier keine Nachfragen, während Carcassonne einige Male gespielt wurde.
Ach ja, außerdem gab es wieder ein Vampire-Live, das aber von den angereisten Anderwelt-Vampiren gemieden wurde, weil die Kampfregeln (oder Konfliktregeln) mehr als seltsam erschienen: Wie schon das letzte Mal sollten Konfrontationen über ein bei uns als "Stein, Schere, Papier" bekanntes Fingerspielchen abgehandelt werden, welches vor Ort kindgerecht "Schnick, Schnack, Schnuck" heißt. Nicht nur der stimmungstötende Name, auch die Tatsache, daß bei diesem Fingerzufallsgenerator die Erfahrung des Charakters nicht mehr zum Tragen kommt, nahm den Anderweltlern die Lust, ins Spiel einzusteigen.
Für die anderen taten sich bis in den späten Abend hinein partout keine Spielrunden auf. Auch wenn DSA nicht jedem gefällt, hätten wir es mal probiert, das Abenteuer sollte aber für erfahrene Helden sein und zu den solchen zählten wir uns nicht (jedenfalls nicht auf dieser Welt).
Sowohl das fehlende Bier wie das mangelnde Angebot drückten die Laune und es wollte einfach keine Stimmung aufkommen. An den Twilightern lag's nicht, wir wurden herzlich aufgenommen, alle Organisatoren waren gut drauf und die Essensversorgung flutschte. Es gab die schon erwähnten belegten Brötchen, Chili, Wiener Würstchen, Nudelsalat, Leberkäse und abends auch selbstgemachte Pizza. Umso unverständlicher war es, daß doch einige es nicht lassen konnten, zum örtlichen Inder essen zu gehen, weil das Angebot ihnen offenbar nicht genehm war. Vermutlich waren die Abtrünnigen aufgrund der Sachlage etwas unpäßlich.
Nachdem die Mehrheit der Anderweltler dazu übergegangen war, eine Spielrunde unter sich auszutragen, wurde es besser, und es fand sich dann doch die Gelegenheit, etwas zu spielen - selbst wenn es nur Brettspiele waren. In gemütlicher Runde mit einigen Twilightern kam zu vorgerückter Stunde sogar noch etwas Confeeling auf, und die Sache mit dem Schlafengehen wurde bis auf weiteres vertagt.
Warum auch immer es diesmal nicht so gut gelaufen ist, es wird uns nicht daran hindern, spätestens nächstes Jahr wieder hinzufahren. Eine Schneeflocke macht noch keinen Winter!
[Ylva]