Newsletter No. 48
NEWSLETTER - Ausgabe August 2007 (No. 48)
Inhaltsverzeichnis
- 1 Editorial
- 2 Termine
- 3 Geplante Anderwelt-Veranstaltungen
- 4 Die Nacht der Nächte
- 5 Hanauer Bürgerfest
- 6 Internationale Spieletage in Essen
- 7 Anderwelt Spielewochenende in Marburg
- 8 Nachlese zum Anderwelt Sommerfest 2007
- 9 Hanns kuckt in die Röhre
- 10 Hanns kuckt in die Röhre - and the winner is...
- 11 Für Euch gepielt
- 12 Pausenspiel
Editorial
Hallo Anderweltler, hallo Freunde des Vereins,
Kaum ist ein Anderwelt-Großereignis vorüber (unser Sommerfest war ein voller Erfolg! - Punkt 8), kündigt sich schon wieder das nächste an. Wie in den letzten Ausgaben des Newsletters in der Rubrik "Geplante Anderwelt-Veranstaltungen" angedroht, steht uns tatsächlich eine Neuauflage des Spielewochendes von Ostern ins Haus (Punkt 7). Und natürlich möchten wir auch in diesem Jahr einen gemeinsamen Besuch der großen Spielemesse in Essen organisieren (Punkt 6). Also viel Spaß mit dieser Ausgabe des Newsletters!
Euer Vorstand
Termine
Regelmäßige Termine:
- Stammtisch im Schnurstraxx, Donnerstags ab 20:00 Uhr
- Vorstandssitzung, jeweils letzter Freitag im Monat ab 20:00 Uhr. Der Veranstaltungsort wird rechtzeitig auf unserer Homepage bekanntgegeben.
Einmalig (wenn auch evtl. jährlich wiederkehrend):
| 23.08.07 - 26.08.07 | Games Convention 2007 |
| 25.08.07 | Cocktails bei Dausien |
| 26.08.07 | Live-Musik im Druckhaus |
| 01.09.07 | Die Nacht der Nächte |
| 07.09.07 - 09.07.07 | Hanauer Bürgerfest |
| 14.09.07 | Soul im Jazzkeller Hanau |
| 21.09.07 | Schandmaul |
| 16.11.07 - 18.11.07 | Anderwelt Spielewochende |
| 31.12.07 | Anderwelt Silvesterparty |
Was ist los in Hanau?
- (Fast) Jeden Freitag Martins Rockmix im Your Scope (in der Marktpassage)
- Jeder erste Samstag im Monat Mittelalter-Rock im Schnurstraxx
Geplante Anderwelt-Veranstaltungen
In dieser Rubrik wollen wir Euch auf Veranstaltungen von Anderwelt e.V. hinweisen, die sich noch in Planung befinden und noch keinen konkreten Termin haben. Wenn ihr Ideen oder Wünsche habt, schreibt doch einfach mal vorstand@anderwelt.net .
- Kartfahren in Frankfurt und Umgebung
- Führung durch die keltische Ausgrabungsstätte am Dünsberg
Vorstand
Die Nacht der Nächte
Die Kult-Veranstaltung geht in die fünfte Runde! Die Nacht der Nächte - das ist Bar-Hopping bis tief in die Nacht und Livemusik in allen Veranstaltungsorten. In allen teilnehmenden Locations werden den Party-Gästen sensationelle Live-Musik-Acts geboten. Wie immer gilt: Einmal Eintritt zahlen und mit dem Party-Shuttle-Bus kostenlos von Location zu Location fahren.
Bandinfos: Central: GINA Dampflok: Stars'n'Bars Purrot: Helium 6 Irish Pub: Black and White Pascha: All That Zur Sonne: Second Spring Choco Cino: P.C. Bryant Inside: Rocktober Mida's (Großkrotzenburg): Lentil Dish Whisky à go-go: Tom Bleeser's Star Mix Show Cosmo (Großkrotzenburg): United Souls Skate Town: Funkoforte
weitere Locations: Cubana Neues Stadtwirtshaus Tryp Hotel (Langenselbold) Way Up (Hainburg)
Weitere Informationen: [1]
Öffnungszeiten: Samstag, den 01.09.2007
Hanauer Bürgerfest
Das Bürgerfest 2007 findet vom 7. bis 9. September statt. Es wird auf den Mainwiesen unterhalb von Schloss Philippsruhe gefeiert. Das Fest "von Hanauern für Hanauer" steht 2007 unter dem Motto "Hanau und die Brüder Grimm".
Internationale Spieletage in Essen
Auch in diesem Jahr möchten wir wieder eine Fahrt zur großen Spielemesse nach Essen organisieren. Wie immer in den letzten Jahren, ist auch dieses Jahr wieder die "Comic Action" eingeschlossen, eine große Messe zum in- und ausländischen Comic-Markt.
Wenn ihr Interesse habt, nehmt bitte auch dazu am Thread in unserem Forum teil.
Was: Internationale Spieletage Wo: Messe Essen Wann: 18.10 - 21.10.
Anderwelt Spielewochenende in Marburg
Wann:Von Freitag, 16.11.2007 bis Sonntag, den 18.11.2007
Wo: Die sog. Steinkautenhütte in 35041 Marburg, Stadtteil Marbach (Direkter Link zu Map24 unter
Unkostenbeitrag: Es wird diesmal auf jeden Fall ein Beitrag erhoben, der sich etwa bei 25 EUR für Mitglieder und 35 EUR für Nichtmitglieder bewegen wird.
Plätze: Es gibt 22 Plätze, wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Die ersten neun Anmeldungen liegen schon vor.
Anmeldung: Persönlich Donnerstags im Schnurstraxx, oder per Mail beim Vorstand
Wir fahren nach langer Zeit wieder einmal fort, um uns hinzusetzen, Rollenspiel zu spielen, uns bekochen zu lassen, und uns einfach wohlzufühlen. Wer statt Tischrollenspiel lieber ein Brett- oder Kartenspiel spielen oder sich einfach nur unterhalten will, soll dies ruhig tun! Am Freitag zur Mittagszeit wollen wir uns einfinden, am Sonntag geht es - nach einem ordentlichen Frühstück und dem obligatorischen Aufräumen -wieder Richtung Heimat.
Vorstand
Nachlese zum Anderwelt Sommerfest 2007
Viel geschüttelt und gerührt wurde für das Anderwelt-Sommerfest. Husch husch brauste die Waldfee durch Hanau, verteilte und klebte Plakate, besorgte Essen und Trinken, meist mit dem Präsi im Schlepptau. In diesem Jahr hatten wir wieder Franks Garten sowie eine Cocktail-Bar, zusätzlich konnten wir einen professionellen Zeichner gewinnen, der uns ein schickes Plakat entwarf: Rautie, der gleichnamige Erfinder des Rautomaten. Optimistisch, wie wir nun mal sind, peilten wir 70 Gäste an und bestellten trotz des stark fragmentierten Sommmers ein Bombenwetter. Naja, es wurden dann "nur" 50 Gäste, aber alles lief rund, die Sonne grinste frech vom blauem Himmel herunter, als hätte es den Regen der letzten Tage nicht gegeben, die Cocktails stiegen den Leuten wohltuend in die Köpfe und das reichhaltige Essen in ihren Bauch. Alle, die da waren - Zeichner Rautie inklusive - hatten sichtbar einen Riesenspaß. Wo sonst der Bär steppt, tanzten die Waldfee und EvilYlva, zwar nicht auf dem Tisch (schade auch, allerdings fehlte auch der Gläubiger für diese Sondernummer), aber dafür umso begeisterter auf dem grünen Rasen, zwischendrin sogar mit einer Headbanger-Einlage, je nach Musiktitel. Die Musikauswahl schaffte es tatsächlich, jeden Gast mit dem einen oder anderen Glanzlicht zu erfreuen, und nur die ewigen Schwarzmaler hätten daran etwas auszusetzen gehabt - sie wären vermutlich aber totgelacht und im Gemüsebeet begraben worden. Die ausgelassene Stimmung beflügelte die Grillanten anscheinend, zu vorgerückter Stunde noch ein Extrem-Grilling zu veranstalten, daß die Küchenwalküre quasi auf einer (zum Glück ungebratenen ) Zwiebelpfanne sitzenblieb, welchselbe die Teilnehmer des Osterwochenendes noch gierig aus aus den Fingern gerissen hatten. Wir hoffen, daß wir uns im nächsten Jahr wiedersehen, und daß dann alle, die nicht da waren, mit ihrer Anwesenheit glänzen!
Ylva
Hanns kuckt in die Röhre
Nightmare Detective
Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich japanische Filme liebe? Nicht nur, aber vor allem auch Horror-Filme? Nein? Unglaublich! Ein Versäumnis, das ich nach nunmehr fünf Rezensionen endlich nachholen muss. Das japanische Kino zeichnet sich generell durch eine Erzählweise aus, die uns, die wir stark geprägt sind vom amerikanischen und europäischen Film, häufig als verwirrend erscheint. Symbolismus spielt ebenso eine Rolle wie der Verzicht darauf, es dem Zuschauer leicht zu machen, indem alles jederzeit haarklein erklärt wird. Im japanischen Film werden Zusammenhänge oft nur angedeutet oder gar vorausgesetzt, die Interaktion der Personen ist häufig minimalistischer, ein Blick ersetzt bisweilen einen langatmigen Dialog darüber, wie sich eine Person fühlt oder welche Beziehung zwischen zwei Personen besteht. Dies fordert den Betrachter zwar mehr, stellt aber eine erfrischende Abwechslung zu den Hollywood-Klischees dar.
Daraus folgt, dass das japanische Kino freier ist für Innovationen, weil es sich nicht den amerikanischen/europäischen Konventionen beugen muss (obwohl es natürlich auch eigene Konventionen entwickelt). Es sprudelt geradezu über vor kreativer, häufig bizarrer und absurder Einfälle. Beispiele dafür findet man z.B. in den Filmen von Takashi Miike (Tip: The Happiness Of The Katakuris), aber auch zuhauf im japanischen Zeichentrickfilm. Animes überschreiten regelmäßig die Grenzen des Vorstellbaren, hier findet man die abgedrehtesten Ideen und merkwürdigsten Charaktere. Dies gibt dem japanischen Film nicht zuletzt die Möglichkeit, immer wieder Grenzen zu überschreiten und Tabus zu brechen.
1998 setzte Japan mit dem Beginn der Ring-Tetralogie neue Maßstäbe im Horror-Film. Eine wahre Welle des Japan-Horrors entwickelte sich und schuf Klassiker wie die beiden Teile von Ju-On, die Filme von Kiyoshi Kurosawa (u.a. Cure, Pulse) und Uzumaki. Die Bedrohung geht dabei nicht von psychopathischen Slashern oder grässlichen Monstern aus, sondern ist übernatürlicher Natur – Geister, Flüche oder gar abstrakte Phänomene wie die Spirale in Uzumaki – z.T. vermittelt durch technologische Medien wie Videobänder, Handys oder Internetseiten. Grausamkeit und Bluteffekte treten in diesen Filmen in den Hintergrund. Der Schrecken entsteht aus dem nicht Greif- und Begreifbaren, und rührt an die Urängste des Menschen – reinster Psycho-Horror! So erfolgreich war und ist das japanische Grauen, dass es in aller Welt Nachahmer fand – von der koreanischen Ring-Variante über Rip-Offs wie Fear Dot Com und Parodien (Scream 3 und 4) bis hin zu unzähligen amerikanischen Remakes (Ring, The Grudge, Pulse, Dark Water).
Es bleibt natürlich nicht aus, dass eine solche Bewegung früher oder später neue Konventionen oder gar Klischees schafft. Blasse Frauen, deren lange schwarze Haare ihr Gesicht verdecken, die sich mit ruckartigen Bewegungen langsam ihrem schreckerstarrten Opfer nähern, gehören inzwischen zum Standard. Doch glücklicherweise gibt es immer wieder Filme, die das Althergebrachte transzendieren – so wie Nightmare Detective. In der Anfangsszene betritt ein Mann seine Wohnung, setzt sich und beginnt, zu Abend zu essen. In einer schlecht beleuchteten Ecke hinter ihm kann man lange schwarze Haare erkennen. Da schiebt sich plötzlich eine fast weiße Hand unter einer am Boden liegenden Decke hervor. Eine finstere Gestalt richtet sich hinter dem Mann auf… Doch wer glaubt zu wissen, was als nächstes passiert, wird wahlweise enttäuscht oder überrascht. Regisseur Tsukamoto Shinya kennt die Erwartungen eines J-Horror-erprobten Publikums und versteht es hervorragend, diese zu unterlaufen.
Die junge Ermittlerin Keiko und ihr Kollege Wakamiya sehen sich mit einem mysteriösen Fall konfrontiert. Menschen begehen im Schlaf Selbstmord, nachdem sie alle mit einer Person namens „Null“ telefoniert haben, und vereinbart haben, mit ihr zusammen zu sterben. Dabei gehen sie recht martialisch vor. Als Keikos Vorgesetzter die erste blutüberströmte Leiche sieht, meint er lakonisch: „Die jungen Leute heutzutage. Können die sich nicht diskreter umbringen?“ Darüber hinaus geben die Aufzeichnungen der letzten Telefonate der Opfer Rätsel auf: Im Hintergrund hört man Kinderstimmen, die um Hilfe rufen. Der Frequenzanalyse der Stimmen nach handelt es sich aber um die Stimmen der Opfer selbst. Die Ermittler bitten den Alptraumdetektiv Kagenuma um Hilfe, einen traumatisierten jungen Mann mit der Fähigkeit, sich in die Träume anderer Menschen einzuschalten. Der Verdacht liegt nahe, dass „Null“ etwas mit den mysteriösen Todesfällen zu tun hat. Als Wakamiya diesen anruft, geraten die drei in eine tödliche Gefahr, die beginnt, sie in ihren Träumen heimzusuchen.
Was auf den ersten Blick wie eine asiatische Version wie Nightmare On Elm Street wirkt, ist ein innovativer, atmosphärischer Horror-Film. In kalten, klaren Bildern erzählt der Regisseur eine Geschichte über die Verletzlichkeit der menschlichen Seele, die Verzweiflung in der unpersönlichen modernen Gesellschaft und das klassische japanische Thema Selbstmord. Ein schöner Kontrast entsteht zwischen einer sehr ruhigen, fast statischen Darstellungsweise und der hektischen Kameraführung in Situationen der emotionalen Erregung und Bedrohung. Trotz der teilweise recht drastischen Gewaltdarstellung erzeugt der Film seine Spannung überwiegend durch Andeutungen – nach der altbewährten Formel, dass das, was man nicht genau erkennen, sondern eher erahnen kann, in der Fantasie des Zuschauers sehr effektives Grauen entstehen lässt.
Nightmare Detective ist visuell ansprechend, beängstigend und treibt ein surreal angehauchtes Wechselspiel zwischen Alptraum und Realität. Rundherum also ein empfehlendwerter Horrorfilm, ein Leckerbissen für Freunde des Nippon-Gruselns und solche, die es werden wollen.
In diesem Sinne,
„Oh Mann, ich hab Marvin ins Gesicht geschossen!“
Euer Movie-Hanns
Hanns kuckt in die Röhre - and the winner is...
Wie schon angedroht wird nun ja jeden Monat eine orginal DVD mit einem Film verlost. Die richtige Antwort haben gleich mehrere Leser gekannt und deshalb hat nun das Los entschieden:
Trommelwirbel...
Und der Gewinner ist...
Georg Datterl!
Herzlichen Glückwunsch!
Für alle die die Lösung nicht kennen, das Zitat stammt aus dem Film "Das Schweigen der Lämmer".
@Georg: Bitte schreibe uns mal Deine aktuelle Postadresse
Vorstand
Für Euch gepielt
Wikinger (Hans im Glück)
Gerhard
Pausenspiel
Hier erwartet Euch eine Neuauflage von "Scorched Earth". Viel Spaß!
[Das Letzte
Heute wieder mal zwei Links. Das erste ist ein lustiges Bild: Link defekt
Und zweite ein Beitrag zum Thema "Wunder der modernen Friseurkunst" YouTube
Bis demnächst,
Eurer Vorstand