Caylus - Magna Carta
| Caylus - Magna Carta | |
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| Spieledaten | |
| Autor | William Attia |
| Verlag | Ystari |
| Erscheinungsjahr | 2007 |
| Art | Kartenspiel |
| Mitspieler | 2 - 4 |
| Dauer | ca. 45 Min. |
| Alter | ab 10 Jahre |
| Auszeichnungen | |
Caylus - Magna Carta ist ein Kartenspiel von William Attia, das bei Ystari erschienen ist.
Inhaltsverzeichnis
Hintergrund
Caylus - Magna Carta ist das Kartenspiel zum beliebten Strategiespiel Caylus. Wie beim großen Bruder geht es darum, ein Schloß für den König zu bauen; dabei entstehen entlang einer Straße Händler, Produktionsstätten, Wohnhäuser und Prestigegebäude. Beim Versuch, möglichst viele Prestigepunkte zu erlangen, ist vor allem Ressourcenmanagement gefragt - man hat immer zu wenig Gold, Waren oder Mitarbeiter.
Spielprinzip
Der auffälligste Unterschied zu Caylus besteht im Fehlen eines Spielbretts - kein Wunder, schließlich handelt es sich bei Magna Carta - wie eingangs beschrieben - um ein Kartenspiel. Eine Spielrunde setzt sich - wie bei Caylus - aus Phasen zusammen. Nach der Einkommensphase werden Arbeiter eingesetzt, der Vogt bewegt, Gebäude aktiviert und schließlich am Schloß gebaut. Anders als bei Caylus steigen die Einsetzkosten für die Arbeiter nicht, wenn einzelne Spieler schon gepasst haben. Auch hat bei Magna Carta jeder Spieler einen eigenen Satz an Händlern und Produktionsstätten. Diese werden zu Beginn gemischt und die obersten drei gezogen. Aus diesem Kontigent können nun in der entsprechenden Spielphase - nach Entrichtung der Baukosten - Händler oder Produktionsstätten errichtet werden. Das hat zur Folge, dass etwas Glück ins Spiel gekommen ist ob im Moment schon ein bestimmtes Gebäude gebaut werden kann. Das Nachziehen neuer Karten, oder der Austausch aller auf der Hand befindlichen Karten ist mit Kosten verbunden. Natürlich können die Händler oder Produktionsstätten der Mitspieler benutzt werden - was ihnen jeweils Rohstoffe einbringt. Für die einzelnen Bauabschnitte des Schlosses stehen runde Scheiben aus Karton zur Verfügung. Darauf ist ein Symbol für den Bauabschnitt und ein Prestigepunktewert abgebildet. Wird in der Schloßbauphase die gefordete Rohstoffkombination entrichtet, bekommt der Spieler eine solche Scheibe. Baut in einer Runde keiner der Spieler, werden trotzdem zwei Scheiben aus dem Spiel genommen. Mit fortschreitendem Spiel gibt es immer weniger Prestigepunkte für die Mitarbeit am Schloß. Das Spiel endet, wenn der Vorrat an Scheiben aufgebraucht ist. Bei der Endabrechnung werden die Prestigepunkte durch Gebäude, Schloßbau, verbliebene Ressourcen und Gold addiert. Es gewinnt, wer die meisten Prestigepunkte sammeln konnte.
Fazit
Alles in allem funktioniert Magna Carta genau so wie sein großer Bruder. So stellt sich doch die Frage, ob diese Version notwendig ist. Der Verzicht auf das eine oder andere Spielelement hat das Spiel schlanker gemacht. Es spielt sich flüssiger, man braucht nicht rund 120 Minuten Ruhe und volle Konzentration und hat dennoch das "Caylus-Feeling"! Magna Carta ist durchaus auch zum Spielen an lebhafteren Orten geeignet, ist sozusagen also das Caylus für unterwegs. Es ist also tatsächlich gelungen, das Spiel zu vereinfachen, ohne es zu zerstören. Aus dem Regel-Debakel von Caylus hat man auch gelernt, dem Spiel liegt eine Anleitung mit Einsteiger- und Standardregeln bei. Vor allem dem mobilen Freund strategischer Spiele, aber auch Gelegenheitsspielern mit Anspruch kann ich Caylus - Magna Carta absolut empfehlen.
Erweiterung
Keine