Newsletter No. 46
NEWSLETTER - Ausgabe Juni 2007 (No. 46)
Inhaltsverzeichnis
Editorial
Hallo Anderweltler, hallo Freunde des Vereins,
Hier wieder ein brandneuer Newsletter, prallgefüllt mit einer Menge Infos. Termine zu Veranstaltungen, Rezensionen zu Film und Spiel, sehenswerte Links und natürlich das unvermeidliche "das Letzte". Viel Spaß.
Euer Vorstand
Termine
Regelmäßige Termine:
- Stammtisch im Schnurstraxx, Donnerstags ab 20:00 Uhr
- Vorstandssitzung, jeweils letzter Freitag im Monat ab 20:00 Uhr. Der Veranstaltungsort wird rechtzeitig auf unserer Homepage bekanntgegeben.
Einmalig (wenn auch evtl. jährlich wiederkehrend):
13.07.07 Andertours - Ausflug zum Felsenmeer 04.08.07 Anderwelt Sommerfest
Was ist los in Hanau?
- Jeden Freitag Martins Rockmix im Your Scope (in der Marktpassage)
- Jeder erste Samstag im Monat Mittelalter-Rock im Schnurstraxx
| 08.06.07 - 10.06.07 | Lamboyfest in der Altstadt |
| 08.06.07 - 10.06.07 | Rosenstraßenfest |
| 16.06.07 | Fahrradtour nach Lohr |
| 17.06.07 | Erlenseer Fahrradtreff |
| 25.06.07 - 02.07.07 | Hanau liest ein Buch |
| 30.06.07 | Mundstuhl |
| 09.08.07 - 12.08.07 | Weinfest im Schloßgarten |
| 23.08.07 - 26.08.07 | Games Convention 2007 |
| 21.09.07 | Schandmaul |
Geplante Anderwelt-Veranstaltungen
In dieser Rubrik wollen wir Euch auf Veranstaltungen von Anderwelt e.V. hinweisen, die sich noch in Planung befinden und noch keinen konkreten Termin haben.
- November*
Aufgrund des großen Erfolgs unseres Spielewochenendes im April ist eine Wiederholung geplant. Unser Wunschtermin: 16 bis 18 November; die Verpflegung ist schon gesichert. Eine konkrete Ankündigung auf unserer Anderwelt-Homepage und im Newsletter folgt, sobald wir die Herberge angemietet haben. Es wird wie im April etwa 15 Plätze geben, wer zuerst kommt, mahlt zuerst!
Vorstand
Lamboyfest 2007
In diesem Jahr findet das traditionsreiche Hanauer Lamboyfest zum 371. Mal statt. Seit 2003 ist es aus den Straßen und Gassen der Altstadt nicht mehr wegzudenken. Vor allem ist das Lamboyfest ein Fest der Vereine, es bietet eine gute Möglichkeit bestehende Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen - eben "sehen und gesehen werden".
Auszüge aus dem Programm:
Freitag, 8.6.
- Die Herrliche Bockband
Samstag, 9.6.
- Historischer Markt
- Großes Gauklerfest in allen Gassen
- Die Popolski Show auf der Hauptbühne
Sonntag, 10.6.
- Historischer Markt
- Großes Gauklerfest in allen Gassen
- Ausbilder Schmidt
- Paddy goes to Holyhead
Fahrrad-Tour nach Lohr
Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Fahrradtouren des Schnurstraxx geht die Fahrt diesmal in das schöne Städtchen Lohr am Main. Die Strecke führt den Main entlang bis zur Kahlmündung, dann dem Lauf der Kahl folgend durch den Westerngrund bis zur Mündung. Danach nur noch leicht bergab bis Lohr. Die Rückfahrt findet dann per Bahn statt. Obwohl die Länge der Strecke mit ca. 95 km anspruchsvoll erscheint, wird es bestimmt nicht zu anstrengend. Durch regelmäßige Pausen und mit mäßigem Tempo ist die Tour wohl auch für Gelegenheitsfahrer zu bewältigen.
Start: Samstag 16. Juni 9:15 Uhr
Info: Schnurstraxx www.lohr.de
Erlenseer Fahrradtreff
Am Sonntag, den 17.06.2007 veranstaltet der Automobilclub Kinzigtal Erlensee e.V. im ADAC seinen 27. Erlenseer Fahrradtreff. Start ist wie immer von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr von der Wasserburg in Erlensee. Es werden auch in diesem Jahr wieder 2 Streckenführungen angeboten.
Näheres: [1]
Auch der harte Kern des Schnurstraxx möchte mit einer möglichst großen Gruppe teilnehmen. Interessierte können sich auf der Homepage oder auch im Lokal informieren.
Hanau liest ein Buch
Leseaktion vom 25. Juni - 2. Juli 2007
Die Idee entstand 1989 in Seattle, USA. Ziel war es, die Einwohnerinnen und Einwohner für ein paar Tage zu einem gemeinsamen Leseserlebnis zu bewegen.
Im Jahr 2002 war Hamburg die erste Metropole in Europa, in der ein Roman eine Woche lang im Rampenlicht der Öffentlichkeit stand.
Am 2.4.2004 beschloss die Stadtverordnetenversamlung, dieses Projekt auch in Hanau durchzuführen. Hanau ist die erste Stadt im Rhein-Main-Gebiet, die gemeinsam ein Buch liest und Literatur auf eine neue Art erlebt.
Vier-Monde-LARP
Für Neulinge und solche, die mal etwas anderes sehen wollen: Kommt und besucht die ungewöhnliche Welt von Darkover! Wer mal etwas anderes sehen möchte als Elfen und Orks, ist bei uns genau richtig. Es wird keine Massenveranstaltung geben, und das ist auch gut so. Alle werden an der Story mitstricken, keiner wird zurückgelassen!
| Wann: | Vom 06.07. bis 08.07.2007 |
| Wo: | Grünberg |
| Kosten: | 79,- EUR |
| Art: | Ambiente, Rätsel und ein wenig Kampf |
| Unterbringung: | Herberge mit Dusche und WC, für Verpflegung ist rundum gesorgt. |
Es sind nur noch Spielerplätze frei!
Schaut Euch um auf der Homepage: [2]
Wenn Ihr genauer wissen wollt, wie die Spielwelt aussieht: Wir haben ein Handbuch für Euch vorbereitet. Ihr könnt es Euch Online durchlesen oder herunterladen (keine Angst, Ihr müßt das alles nicht auswendig hersagen!)
Eure Vier Monde Orga
Andertours - Ausflug zum Felsenmeer
Für den 13.07. ist im Rahmen von Andertours ein Ausflug zum Felsenmeer im Lautertal/Odenwald geplant.
Das Felsenmeer ist, oder besser war, ein großer, aus mehreren Strömen bestehender Steinbruch. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts waren hier bis zu 800 Steinhauer tätig, die Steine wurden zu Treppen, Sockeln und Grabsteinen verarbeitet. Der Hauptstrom steht heute unter Denkmalschutz, die restlichen Felsenmeere, wie der gesamte Felsberg unter Naturschutz. Deshalb wird man heutzutage vergeblich nach emsigem Steinhauer-Handwerk suchen: der Felsberg wird ausschließlich von Freizeit-Gästen bevölkert.
Nach einer etwa 90 minütigen Führung werden wir uns an einem Umtrunk erfreuen. Danach besteht die Möglichkeit in einem in der nähe befindlichen Heuhotel zu Abend zu essen und zu übernachten. Die Rückfahrt ist für Samstag Vormittag vorgesehen.
Hanns kuckt in die Röhre
300
Sin City waren die Erwartungen (zumindest meine) an die neue Verfilmung eines Comics von Frank Miller natürlich sehr hoch. 300 ist ein Action-Fantasy-Pseudohistorien-Spektakel erster Güte. Die Special Effects sind toll, es wird eine Welt erschaffen, die wirklich und doch über-wirklich ist, mit düsterer Atmosphäre, selbst im hellen Sonnenschein. Dem comichaften Stil wird Rechnung getragen, kurzum, die Bilder sind ein Augenschmaus. Die Ausstattung, die Kostüme, Bauten, Charaktere und Kreaturen sehen irre aus, sind einfach schön designt und sehr detailreich. Die Kampfszenen suchen ihresgleichen. Die Anlehnung an den Matrix-Stil, wenn im wilden Kampfgetümmel immer wieder in die Zeitlupe geschaltet wird, mag kritisiert werden, passt aber in meinen Augen wunderbar zu diesem Film.
So viel zum Positiven. Ein Kritiker soll angeblich geschrieben haben, 300 wäre eine Mischung aus Splatterfilm und Schwulenporno. Das Wort Porno ist natürlich stark übertrieben. Tatsache ist, dass jeder griechische Recke nur mit Umhang und Lederunterhose bekleidet ist und einen bodybuilding-gestählten Körper zur Schau stellt. Dies mag der Comicvorlage Rechnung tragen, denn Comics haben per se einen Hang zum Archetypischen (ich selbst kenne die Vorlage leider nicht). Dennoch ist die Diskussion des Themas Körperkult in diesem Fall angebracht. Ich möchte sie an dieser Stelle jedoch vernachlässigen.
Eine andere Sache ist der hohe Splatter-Faktor. Es wird getötet, was das Zeug hält. Ohne Gnade, fast mechanisch, ruhmreich und voller Stolz. Nicht nur sind die Kampfszenen äußerst brutal und explizit, auch sonst gibt es Darstellungen schrecklicher Grausamkeiten: Mauern aus Leichen werden aufgeschichtet, gepfählte Feinde ausgestellt, denen die Speere aus dem Mund ragen, Verletzte auf dem Schlachtfeld routinemäßig abgestochen. Nicht zu vergessen die brutale Erziehung kleiner Jungen, die auf ihr späteres Leben als spartanische Krieger durch Verprügeln und Auspeitschen vorbereitet werden. Dies mag durchaus der historischen Realität entsprechen, doch ist es ein Unterschied, ob ein Filmemacher solche Praktiken als legitim und effektiv beschreibt, oder sie kritisch hinterfragt. Eine kritische Betrachtung der Gewalt findet aber leider in 300 nicht statt.
Die Grenze zwischen Darstellung und Verherrlichung von Gewalt verläuft meiner Meinung nach entlang der Frage, ob Gewalt als adäquates und legitimes Mittel zur Lösung von Konflikten kategorisiert wird. (Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Ästhetisierung von Gewalt, was aber bei diesem Film offensichtlich ist.) Dies mag in vielen (vor allem Hollywood-) Filmen gängig sein, jedoch trifft man es selten in solcher Reinkultur an, wie bei 300. Außerhalb der Schlachten schwadronieren die Held fast ununterbrochen darüber, dass sie töten und notfalls ihr Leben geben müssen, um ihre Lebensart zu schützen – eine Lebensart, zu der die Gewalt gegen kleine Kinder ebenso gehört wie die Euthanasie von Kranken und Behinderten. Es mag aufgrund geschichtlicher Gegebenheiten verständlich sein, dass die Spartaner nicht selbst beginnen, über das Prinzip „Auge um Auge“, „die oder wir“ nachzudenken, über die Opfer, die auf beiden Seiten gebracht werden, oder über die unmenschlichen Praktiken, denen sie ihre Stärke verdanken. Aber auch der Zuschauer wird an keiner Stelle ermutigt, das Geschehen in Frage zu stellen. In einer Szene sagt König Leonidas zu seinem Mitstreiter, der gerade den Tod seines Sohnes miterleben musste: „My heart is broken for your loss.“ Darauf antwortet der Krieger: „Heart? I’ve filled my heart with hate.“ Der König antwortet nur: „Good.“ Und so schließt sich der Kreis aus Hass und Gewalt.
Besonders befremdlich wirkt das Ganze im Lichte der amerikanischen Außenpolitik der letzten Jahre. Die Parallelen sind unverkennbar, wenn die aufrechten Streiter für die Freiheit gnadenlos morden, um ihren „Way of Life“ zu bewahren und gegen die furchtbare Bedrohung aus dem Osten (ausgerechnet die Perser: Zufall?) zu verteidigen. Ein interessantes Detail liegt darin, dass den Spartanern die Verstärkung verwehrt bleibt, weil sich das Orakel gegen den Krieg ausgesprochen hat und die Ratsversammlung dies unterstützt. Eigentlich hätte König Leonidas deshalb gar nicht erst in den Kampf ziehen dürfen, setzt sich aber über den Willen der religiösen Führer und Volksvertreter hinweg. Fazit: Die Demokratie hat versagt, also muss ein starker Führer das Recht in die eigene Hand nehmen und tun, was getan werden muss. Das haben wir schon mal gehört?
Darüber hinaus gibt es noch ein paar kleine Wermutstropfen. Die Schlacht wirkt irgendwann zu sehr wie ein Computerspiel, wenn die Perser den Spartanern nach und nach immer krassere Gegner entgegenschicken – normale Soldaten, Elitekrieger, Elefanten, „Zauberer“ mit Bomben, etc. – nächster Level erreicht, Zeit für den Upgrade! Auch sind die Dialoge oftmals nicht ganz das, was man von der Ausdrucksweise im alten Griechenland erwartet hätte. Doch diese Dinge mögen der Vorlage geschuldet sein und fallen nicht wirklich ins Gewicht.
Alles in allem ist 300 ein spannender Actionfilm mit faszinierender Optik, jedoch nicht zu empfehlen für Leute, denen abgeschlagene Gliedmaßen und Köpfe sowie Blutfontänen Magenrumpeln verursachen, und leider mit äußerst fragwürdiger Botschaft.
In diesem Sinne,
„Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen!“
Euer Movie-Hanns
Für Euch besucht
Eine Sammlung hübscher animierter Cartoons aus dem "New Yorker" ist hier zu finden:
Und das hier ist die offizielle Homepage zu "Fluch der Karibik". Wirklich sehenswert!
Für Euch gepielt
Die Baumeister von Arkadia (2006)
für 2 - 4 Spieler ab 10 von Ravensburger Autor: Michael Dorn Spielzeit:45 - 60 Minuten
Einen Baum pflanzen, ein Kind zeugen, ein Haus bauen... Kleinkram, hier wird gleich eine ganze Stadt gebaut! Zwei bis vier Spieler errichten hier als Baumeister im Auftrag wohlhabender Familien Wohnhäuser, Bauernhöfe, Wirtshäuser, Mühlen, Schmieden, Handelskontore sowie Kloster und im Anschluß wird ihr Erfolg daran gemessen, wann sie die als Bezahlung erhaltenen Siegel in Goldmünzen umgetauscht haben. Im Zentrum von Arkadia soll, von den vier Familien der Tuchhändler, Gewürzhändler, Zimmerleute und Silberschmiede beauftragt, ein prächtiges 3-stöckiges Kastell entstehen. Dadurch gewinnen diese Familien in der jungen Stadt viel Ansehen und Einfluss. Die Baumeister ihrerseits gewinnen dadurch höhere Wechselkurse für die Siegel, welche sie bei der Vollendung eines Gebäudes von den Familien erhalten. Und da man Ehre so schlecht bewerten kann, gewinnt natürlich derjenige Baumeister, der geschickt gebaut, seine Arbeiter strategisch gut eingesetzt und dann seine erhaltenen Siegel zum rechten Zeitpunkt in Goldmünzen eingetauscht hat, womit er den größten Goldschatz sein Eigen nennen kann!
Im Spielumpfang enthalten ist ein großes Spielbrett (16x12 Bauplätze) in sanften Farben, das die Ebene für die zu errichtende Stadt Arkadia darstellt, die umsäumt ist von einer noch im Bau befindlichen Stadtmauer. Auf der linken Seite werden die Bausteine für das Kastell für die 1. und 2. Ebene und auf der rechten für die 3. Ebene bereitgestellt. Jeder Spieler erhält ein Baumeisterzelt (als Sichtschirm für seine Siegel, Arbeiter und Goldmünzen), 3 Arbeiter, vier Fahnen und 4 Baukarten mit den Grundrissen der zu errichtenden Gebäude. 4 Baukarten werden neben dem Spielfeld aufgedeckt und die Gebäudeplättchen, Arbeiter, neutrale Arbeiter und Goldmünzen bereitgelegt.
Nun wird in die Mitte des Spielplans die Baufläche des Kastells gesetzt, welches mit jedem fertiggestellten Gebäude um einen Baustein mit der Siegelfarbe einer Familie wächst. Das Kastell gibt so im Laufe des Spiels immer den aktuellen Wert der Siegel kund und zeigt den Fortschrittsgrad des Spiels an. Um dieses Kastell herum werden nun mit Hilfe der ausgespielten Baukarten die ausgewiesenen Gebäudeplättchen (2 bis 4 Bauplätze) aus dem allgemeinen Vorrat auf dem Spielbrett angelegt. Es muß immer eine Verbindung zu dem Kastell, bereits bestehenden Gebäuden oder einem eingesetzten Arbeiter bestehen. Auf jedes neu errichtete Gebäude wird ein Siegel gelegt, dessen Farbe durch die Baukarte vorgegeben ist. Für jedes auf dem Spielplan aufgedruckte Zeltlager erhält der Spieler beim Überbauen einen zusätzlichen neutralen Arbeiter zu seinem Vorrat. Hat ein Baumeister ein Gebäude errichtet, zieht er von den offenen Karten oder vom verdeckten Stapel eine Bausteinkarte nach und ergänzt die ausliegenden Karten wieder auf 4.
Setzt man als Baumeister Arbeiter um ein Gebäude und kann so das Haus komplett umschließen, erhält man das Siegel des Gebäudes und weitere Siegel der gleichen Farbe in Höhe der eingesetzten eigenen Arbeiter. Neutrale Arbeiter helfen hier nur das Gebäude zu umbauen, erwirtschaften jedoch selbst keine Siegel. Weiterhin erhält man die Ehre einen beliebigen Siegelstein auf die zu bebauende Ebene des Kastells zu stellen und somit das Privileg eine Siegelfarbe im Wert zu steigern und evtl. eine andere im Wert zu mindern. Achtung, Arbeiter von anderen Baumeistern die am Gebäude angrenzen, erhalten auch ein Siegel, denn auch sie haben am Bau geholfen.
So weit, so simpel. Allerdings kann man als Baumeister immer nur eine dieser Aktionen ausführen, man muß sich also immer reihum entscheiden, ob man ein Haus baut (und vielleicht einem Mitspieler die Möglichkeit gibt dieses abzuschließen) oder Arbeiter einsetzt (und so einem Mitspieler dieses Gebäudesiegel wegschnappt).
Nach einer dieser Aktionen hat man dann noch die Möglichkeit, eine seiner 4 Fahnen einzusetzen, um 2 neue eigene Arbeiter in sein Zelt zu holen und kann nun eine Wertung seiner Siegel durchführen. Hierbei kann man sich entscheiden, ob man einige der eigenen Siegel zum aktuellen Kurs in Gold tauschen möchte, oder ob man noch abwartet und nur neue Arbeiter rekrutiert. Der Kurs läßt sich jederzeit bestimmen, indem man aus der Draufsicht die 10 sichtbaren Siegelfarben des Kastells bestimmt, denn jeder Kastellstein zeigt ein Siegel in den vier Farben der Familien.
Ist das zweite Stockwerk des Kastells vollendet, so hat jeder Spieler nur noch einmal die Möglichkeit, eine Aktion auszuführen. Alle danach nicht eingesetzen Arbeiter und Fähnchen sind wertlos. Als Abschluss werden nochmal zum aktuellen Kurs alle noch nicht verkauften Siegel eingetauscht. Wer nun das meiste Gold besitzt hat das Spiel gewonnen.
Liebevoll illustriert fallen bei diesem Spiel gleich verschiedene Spielelemente wohlwollend ins Auge. Die Gebäudeplättchen, Siegel und die Goldkarten, auch die Zinnen an den Kastellsteinen sind bis ins Detail ausgearbeitet (erinnern allerdings an die von Torres - Spiel des Jahres 2000). Die Teile sind gut spielbar, nur die Fähnchen wären mir in einem stabileren Fotokarton lieber gewesen und die filigranen Arbeiter gehen schnell mal verloren. Die Box hat eine gute Innenaufteilung, so ist alles sortiert untergebracht. Die Anleitung ist leicht verständlich und gut gegliedert, so findet man schnell ins Spiel und mit einer kurzen offenen Runde ist auch Neulingen das Spiel in kurzer Zeit erklärt.
Obwohl auf den ersten Anschein ein einfaches Spiel, entpuppt es sich hier durch Mangel an Arbeitern (bis zu 11 eigene) und das Abwägen, welches Gebäude wer wohin baut, als wahres Strategiewunder. Allerdings ist der Sichtschirm nicht dazu geeignet, die Anzahl der eigenen Arbeiter zu verbergen, denn durch die sichtbaren Fähnchen und die bereits auf dem Spielbrett vorhandenen Arbeiter läßt sich leicht errechnen, wieviele Arbeiter die Gegenspieler zum Einsatz bringen können. Beim Spiel zu zweit kann man dabei wesentlich taktischer vorgehen als mit mehr Mitspielern, denn man ist öfter am Zug. Aber auch zu viert macht das Spiel noch Freude. Klar, daß jeder Spieler versucht, seine Arbeiter an mehreren Gebäuden gleichzeitig zu positionieren und so mit 1 Arbeiter auch mehrere Siegel zu erhalten. Man versucht neutrale Arbeiter für die Wertung eines Gebäudes zu nutzen, oder ein neues Gebäude so anzubauen, dass ein anderes dadurch abgeschlossen wird und wieder ein Kastellstein verbaut werden kann. Auch ist es sinnvoll, darauf zu achten, welcher Mitspieler von welcher Siegelfarbe noch Siegel hat und man somit den Kurs des Kastells zu zweit in eine Richtung beeinflussen kann. Dann muß man NUR noch den richtigen Zeitpunkt für sein Fähnchen abwarten... man wird aber auch mal nur Arbeiter zu sich holen.
Die Baumeister von Arkadia ist ein kurzweiliges Spiel mit hohem Wiederspielwert und auch für willige Gelegenheitsspieler geeignet. Der Taktikanteil ist für passionierte „Spieler“ nicht übermäßig und die Spielzeit von ca. 60 Minuten ist auch für eine Spielrunde zwischendurch gut geeignet. Das Spielmaterial ist aufwendig und somit seinen Preis wert. Gelungen ist hier die Idee, das Thema in einfacher Weise aufs Brett zu bringen und dabei noch ein Zusammenspiel zu ermöglichen, die Spielzeit für diesen Schwierigkeitsgrad erträglich zu halten, selbst Wertungen durchführen zu können und ein ansprechendes Spiel in Farbe und Form zu erschwinglichem Preis zu bekommen. Ich kann es einfach nur empfehlen. Baut Leute, baut!
[Waldfee]
13. Pausenspiel
Wie ein Computerspiel aussehen könnte wenn sich bestimmte Politiker in Deutschland durchsetzen sollten, kann man bei diesem Spiel gut sehen. Auf jeden Fall ist es ganz schön entspannt...
http://www.ferryhalim.com/orisinal/g3/crossing.htm
14. Geburtstage im Mai/Juni
Ylva Spörle 25.06. Thomas Krah 05.07. Thomas Liebert 11.07.
15. Das Letzte
Für Engagierte, und für Leute die einfach zu allem ihren Senf dazugeben müssen:
http://www.unicef.de/g8-2007.html?&no_cache=1
Bis demnächst,
Eurer Vorstand