Newsletter No. 45
NEWSLETTER - Ausgabe Mai 2007 (No. 45)
Inhaltsverzeichnis
Editorial
Hallo Anderweltler, hallo Freunde des Vereins,
Große Neuigkeiten und jede Menge Extras erwarten Euch in dieser Ausgabe des Newsletters. Das Wichtigste für Anderwelt e.V. ist wohl die endgültige Schließung des Hans-Böckler-Hauses. Dies bedeutet, dass es erst mal keine Veranstaltung wie Games Corner mehr gibt. Für die Andernacht versuchen wir aber, eine geeignete Räumlichkeit zu bekommen. Wir halten Euch auf dem Laufenden. Keine Frage, unseren mittlerweile schon seit zwölf Jahre bespielten Stammtisch gibt es natürlich weiterhin.
Euer Vorstand
Termine
Regelmäßige Termine:
- Stammtisch im Schnurstraxx, Donnerstags ab 20:00 Uhr
- Vorstandssitzung, jeweils letzter Freitag im Monat ab 20:00 Uhr. Der Veranstaltungsort wird rechtzeitig auf unserer Homepage bekannt gegeben.
Einmalig (wenn auch evtl. jährlich wiederkehrend):
| 06.05.07 - 07.05.07 | 9 1/2 Inch |
| 04.08.07 | Anderwelt Sommerfest |
Was ist los in Hanau?
- Jeden Freitag Martins Rockmix im Your Scope (in der Marktpassage)
- Jeder erste Samstag im Monat Mittelalter-Rock im Schnurstraxx
11.05.07 - 20.05.07 Hanauer Maimesse - Rummel auf dem Freiheitsplatz 12.05.07 - 13.05.07 24-Stunden-Schwimmen im Heinrich-Fischer-Bad 08.06.07 - 10.06.07 Lamboyfest in der Altstadt
Geplante Anderwelt-Veranstaltungen
In dieser Rubrik wollen wir Euch künftig auf Veranstaltungen von Anderwelt e.V. hinweisen, die sich noch in Planung befinden und noch keinen konkreten Termin haben.
Juli Für Juli ist ein Ausflug zum Felsenmehr geplant (unser Wunschtermin. Freitag, der 13, oder der darauffolgende Samstag). Wer mehr über diese Örtlichkeit wissen will, kann sich auf der Felsenmeer-Homepage umsehen: [1]
November Aufgrund des großen Erfolgs unseres Spielewochenendes im April ist eine Wiederholung geplant. Unser Wunschtermin: 16 bis 18 November; die Verpflegung ist schon gesichert. Eine konkrete Ankündigung auf unserer Anderwelt-Homepage und im Newsletter folgt, sobald wir die Herberge angemietet haben.
Es wird wie im April etwa 15 Plätze geben, wer zuerst kommt, mahlt zuerst!
Vorstand
9 1/2 Inch - Tabletop-Convention in Aschaffenburg
Die Gilde für Rollenspiel e.V. und das JuKuZ Aschaffenburg präsentieren am
6. - 7. Mai 2006 im JuKuZ Aschaffenburg
9 1/2 Inch
Die Tabletop Veranstaltung des Jahres
Programm: Turniere: Warhammer, Confrontation, Chronopia
Verkaufsstände Neuvorstellungen Malworkshops Paint-Contest
Öffnungszeiten:
Samstag: 10.00 - 24.00 Uhr Sonntag: 10.00 - 18.00 Uhr
Eintritt frei!
Online: [2]
Fahrrad-Orientierungs-Rallye
Unter der Leitung von Achim (genannt "Meister") veranstaltet der Schnurstraxx e.V. eine Fahrrad-Rallye. Teams ab zwei RadfahrerInnen haben im Rahmen einer Schnitzeljagd mögliche und unmögliche Aufgaben zu erfüllen.
Anmeldung im Schnurstraxx bis Freiag 18. Mai, 23:59 Uhr Startgebühr: 2,50 € pro Teilnehmer
Start: Samstag 19. Mai 14:00 bis 16:00 Uhr
Info: [3]
Vier-Monde-LARP
Ben Dias, Reisende! Kommt und besucht die ungewöhnliche Welt von Darkover! Wer mal etwas anderes sehen möchte als Elfen und Orks, ist bei uns genau richtig. Und da wir keine Massenveranstaltung durchführen, ist jeder an der Story beteiligt. Wer einen spannenden Hintergrund abgibt, kann sich der Aufmerksamkeit der SL um so sicherer sein.
| Wann: | Vom 06.07. bis 08.07.2007 |
| Wo: | Grünberg |
| Kosten: | 79,- EUR |
| Art: | Ambiente, Rätsel und ein wenig Kampf |
| Unterbringung: | Herberge mit Dusche und WC, für Verpflegung ist rundum gesorgt. |
Es sind nur noch Spielerplätze frei!
Schaut Euch um auf der Homepage: [4]
Wenn Ihr genauer wissen wollt, wie die Spielwelt aussieht: Wir haben ein Handbuch für Euch vorbereitet. Ihr könnt es Euch Online durchlesen oder herunterladen:
Eure Vier Monde Orga
Preisausschreiben - die Vierte
Was lange währt, wird endlich gut! Der Gewinner steht nach einem harten Kopf an Kopf Rennen endlich fest: Applaus für "Hanns kuckt in die Röhre". Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben. Der Vorschlag kam von Hanns selbst und wird - wie versprochen - mit zwei Kinokarten belohnt.
News-Guru
Hanns kuckt in die Röhre
Bloodrayne
Kristanna Loken sieht in rotem Leder nicht schlecht aus (vor allem, wenn man auf den Domina-Stil steht), wie sie in Terminator 3 beweisen konnte. In Bloodrayne wird dieses Erfolgsrezept fortgeführt, mehr noch, diesmal darf sie sogar ihre Brüste zeigen. Das ist doch schon mal was!? Doch was bietet Bloodrayne darüber hinaus?
In erster Linie Blutspratz-Effekte, minutiös kreiert vom König des schlechten Deutsch-Splatterfilms, Olaf Ittenbach. Blutfontänen sprudeln lustig aus aufgeschlitzten Bäuchen und Hälsen, Klingen aller Art werden quer durch Köpfe gerammt, Körper senkrecht oder waagerecht halbiert, Gliedmaßen abgehackt, Köpfe abgetrennt oder einfach zermatscht. Und die schönsten Szenen gibt es dann gegen Ende des Films noch mal in der Zeitlupen-Wiederholung. Versteht mich bitte nicht falsch, liebe Leser, nichts gegen Splatter, aber wenn das Gemetzel zu sehr im Vordergrund steht, und letztlich zum Ersatz für Handlung, Dramaturgie und Charakterentwicklung wird, stellt sich bei mir trotz der schönsten Effekte Langeweile ein.
Der deutsche Regisseur Uwe Boll versucht sich hier zum zweiten Mal an einer Computerspiel-Verfilmung. Während er mit Alone In The Dark einen soliden Monsterhorror-Action-Film ablieferte, der zwar nicht gänzlich frei war von Logikfehlern und einschlägigen Klischees, aber dafür eine dichte Atmosphäre erschuf und visuell ansprechend war, versagt er mit Bloodrayne leider auf ganzer Linie.
Herrn Boll schwebte wohl eine Mischung aus Horrorfilm, trendigem Monumental-Fantasyepos und Schwertkampfspektakel vor. Vielleicht etwas zu viel auf einmal, denn nichts davon funktioniert richtig. Trotz eimerweise Blut und Gemetzel, sowie dem Versuch, den dekadenten und menschenverachtenden Lebensstil der Vampire zu demonstrieren, kommen leider weder Spannung noch Gruseln auf. Alles erscheint uninspiriert, die Handlung hält keine Überraschungen bereit und es entsteht einfach keine Atmosphäre.
Zwar sieht man immer wieder Menschen (bzw. Halbvampire) in bester Herr-der-Ringe-Manier durch schön gefilmte Landschaften reiten, aber alle Sets, vom Schloss des Oberbösewichts bis hin zum Mittelalterdorf, wirken irgendwie steril und unecht. Auch die Charaktere wirken nicht, als wären sie einer längst vergangen Epoche entnommen, sondern eben wie amerikanische Schauspieler, die die üblichen Sprüche klopfen und Witzchen reißen. Man wird nicht entführt in eine wundersame fremde Welt, sondern hat ständig das Gefühl, da sind ein paar Leute, die Mittelalter bzw. Fantasy spielen.
Die Handlung ist schnell erzählt. In einem nicht näher definierten europäischen Land in einer nicht näher definierten Vergangenheit terrorisieren böse Vampire die Menschen, während ein Orden aufrechter Recken sich diesen entgegenstellt. Eine Halbvampirin (wie unerwartet: die Tochter des Obervampirs!) schließt sich den Helden an und trägt schließlich maßgeblich zum Sieg über die Schurken bei. Zwischendurch sind die üblichen Abenteuer zu bestehen: Kämpfe gegen böse Monster, die Überwindung einschlägiger Fallen und Rätsel, das Einsammeln mächtiger Artefakte, Verrat in den eigenen Reihen, Gefangennahme der Helden und natürlich große Schlachten. Gähn!
Das größte Mysterium des Films besteht darin, wie Herr Boll es schaffen konnte, ein solches Star-Aufgebot dafür zu gewinnen (und dessen Potential zu verspielen). Von Michael Madsen (Reservoir Dogs, Kill Bill) über Michelle Rodriguez (Resident Evil, Girl Fight) bis hin zu Geraldine Chaplin gelingt es den Darstellern leider nicht im Geringsten, dem Film ein wenig Leben einzuhauchen. Selbst Oscar-Preisträger Ben Kingsley (Gandhi, Species, Suspect Zero) wird zu einem Abziehbild degradiert, dessen einzige Funktion darin besteht, als Vampiroberhaupt mit ewig gleichem bösem Gesichtausdruck auf seinem Thron zu hocken und ab und zu mal einen uninspiriert bedrohlichen Satz abzusondern, den man schon Millionen Mal gehört hat („Prepare to witness the beginning of a new era!“). Vielleicht soll diese Figur einfach nur emotionslos erscheinen – doch es drängt sich das Gefühl auf, der arme Herr Kingsley war die ganze Zeit über zu Tode gelangweilt. Ich kann es ihm nicht verdenken.
Fazit: Es gibt einfach Filme, die die Welt nicht braucht. Punkt. Wer auf Sex & Gewalt steht, und dafür auch mal auf Handlung, gute Dialoge und schauspielerische Leistungen, Spannung und Atmosphäre verzichtet, sowie Olaf Ittenbach-Fans werden an Bloodrayne sicherlich dennoch ihre Freude haben.
In diesem Sinne,
„Mein Gott! Es ist voller Sterne!“
Euer Movie-Hanns
Für Euch gelesen
Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Baubär
von Walter Moers erschienen im Goldmann Verlag, 2002
Zunächst einmal sei gesagt, dass ich kein besonders großer Buch-Leser bin.In Kenntnis dessen wurde mir trotzdem ein Buch empfohlen, und, soviel nehme ich schon mal vorneweg, ich bereue keine einzelne Textzeile gelesen zu haben.
Walter Moers, bekannt durch "das kleine Arschloch" ist auch Schöpfer des Käpt'n Blaubär, der auf diversen öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern sein Seemannsgarn erzählt. Genau dieser Bär erzählt nun in Romanform von seinem Leben. Genauer: er erzählt 13 1/2 von seinen 27 Leben (Blaubären haben nämlich 27 Leben). In diesen 13 1/2 Episoden beschreibt er seinen Lebenslauf beginnend von seiner Geburt (er ist genau genommen nämlich gar nicht geboren worden,zumindest kann er sich nicht daran erinnern) über seine Schulzeit und Jugend bis zum mittleren Alter. Ziel seiner Reise, auf der er immer wieder aufgehalten wird, ist Atlantis, die Hauptstadt Zamoniens, einem Kontinent, der zwischen Europa und Amerika liegt (genauer: lag). Begleitet wird Blaubär vom "Lexikon erklärungsbedürftiger Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung von Prof. Dr. Abdul Nachtigaller" in seinem Kopf. Dieses Lexikon klärt nicht nur den Protagonisten, sondern auch den Leser über alle Kuriositäten auf, die im Handlungsverlauf auftreten (und lässt sich auch unter www.zamonien.de abrufen).
Moers beschreibt mit einem unvorstellbarem Ideenreichtum und unglaublich viel Witz Blaubärs Leben bei den Zwergpiraten, bei den Klabautergeistern,bei den Tratschwellen, auf der Insularis Gourmetica, als Fluglotse für einen Rettungssaurier, in der Finsterbergschule, im großen Wald (dessen einfallslosen Namen Blaubär selber bemängelt) usw. Mit Zamonien ist hierbei eine Welt erschaffen worden, die keiner mir bekannten Fantasiewelt nachsteht. So gibt es beispielsweise neben den bekannten chemischen Elementen auch noch zamonische, verschollene und intelligent denkende Elemente (aber die jetzt zu erläutern würde zu weitführen).
Mein persönliche Lieblingsnebenrolle ist Bläubärs Schulfreund QwertZuiopü, ein Gallertprinz aus der 2364. Dimension, der bei seiner Krönung über eine Teppichfalte stolperte und in ein Dimensionsloch fiel, und in Zamonien herauskam. Seitdem sitzt er in Zamonien fest und betreibt Dimensionslochkunde, um wieder in seine Heimat zurückkehren zu können. Die Gepflogenheiten in der 2364. Dimension werden auch erläutert, so ist dort eigentlich alles aus Teppichen. Und die Bewohner ernähren sich von Musik. Das ist aber nur ganz grob, um sich die 2364. Dimension vorstellen zu können, braucht man eigentlich mindesten vier Gehirne (so etwas gibt es, Prof.Dr. Nachtigaller hat sogar sieben Gehirne).
Die zunächst abschreckend viel klingenden 700 Seiten werden durch viele erklärende und lustige Bilder relativiert, und auch sonst kommt beim lesen alles andere als Langeweile auf (außer an der Stelle, an der Blaubär auf eineinhalb Seiten die Farben und Farbabstufungen von Bären auflistet, aber das passt doch gut zum Stil und lässt sich im Notfall auch gezielt überblättern).
Außerdem sollte man vermeiden, das Buch zu lesen, wenn Mitmenschen im selben Raum einer ruhigen Tätigkeit (wie schlafen oder arbeiten) nachgehen wollen - sie könnten sich durch regelmäßige Lach-Attacken gestört fühlen.
Abschließend kann ich nicht anders und muss das Buch weiterempfehlen. Es ist ein MUSS für jeden, der gerne Bücher liest, ein MUSS für jeden, der seinen Fantasie-Horizont erweitern will, und ein SOLLTE, für jeden anderen (auch Lesemuffel, so wie mich) Ach so, und noch etwas: Es ist kein Kinderbuch! (nur um das nochmal klar zu stellen, und damit keiner mit falschen Erwartungen darangeht)
Felix
Für Euch gepielt
El Grande (Hans im Glück) Spiel des Jahres 1996
[Waldfee]
Pausenspiel
Hier wieder einmal eine Version von Solitär. Hübsch aufgemacht, mit einem interessanten Zwischenspiel nach Tetrisart.
Das Letzte
Reichlich bizarr fanden wir die Idee, mehr oder weniger bekannte Musiker nach ihrer Todesart zu sortieren. Aber seht selbst...
Bis demnächst,
Eurer Vorstand