Newsletter No. 44
NEWSLETTER - Ausgabe April 2007 (No. 44)
Inhaltsverzeichnis
Editorial
Hallo Anderweltler, hallo Freunde des Vereins,
Auch im April gibt es wieder einiges zu erleben. Vor allem beim Anderwelt-Newsletter! So haben wir auch dieses mal eine Spiele- und eine Filmrezension. Für kurzentschlossene gibt es immer noch die Möglichkeit auf unser Spielewochenende in Bad Kissingen mitzukommen! Beeilt Euch, nur noch zwei Plätze sind frei, wer zuerst kommt mahlt zuerst.
Euer Vorstand
Termine
Regelmäßige Termine:
- Games Corner im HBH, Dienstags ab 19:00 Uhr
- Stammtisch im Schnurstraxx, Donnerstags ab 20:00 Uhr
- Andernacht im HBH, erster Samstag im Monat ab 19:00 Uhr
- Vorstandssitzung, jeweils letzter Freitag im Monat in der Brasserie, ab 20:00 Uhr
Einmalig (wenn auch evtl. jährlich wiederkehrend):
06.04.07 - 08.04.07 Spielewochende in Bad Kissingen 21.04.07 - 22.04.07 Role-Play-Convention 06.05.07 - 07.05.07 9 1/2 Inch
Spielewochenende in Bad Kissingen
Es ist soweit. Endlich gibt es wieder einmal eine Veranstaltung im Rahmen von Andertours! Endlich mal wieder Zeit miteinander verbringen, bei Spaß und Spiel und das Ganze mit Vollverpflegung!
| Wann: | Von Freitag, den 06.04.2007, bis Sonntag, den 08.04.2007 |
| Wo: | Haus Ludwigsturm, 97688 Bad Kissingen, Hohe Eiche 1. Mehr Information zur Örtlichkeit auf deren Homepage |
| Kosten: | Für Mitglieder kostenfrei (bis auf die Anreise natürlich), ansonsten 30 EUR, Spielleiter erhalten 50% Ermäßigung und bezahlen damit 15 EUR. |
| Plätze: | Es ist nur noch zwei Plätze frei! |
Anmeldung: Persönlich Dienstags bei Games Corner, Donnerstags im Schnurstraxx, oder per Mail beim Vorstand
Vergnügungsauschuß
Role-Play-Convention
Für die Freunde des Rollenspiels, aber auch für Anhänger von TCG, Tabletop und Computerspielen veranstaltet die "Enjoy Event Marketing GmbH" ein Spielertreffen der Extraklasse - zumindest was die Größe anbelangt. Die Liste an Partnern ist in der Tat überwältigend: Neben der PC-Games sind so renomierte Namen wie Larpzeit oder SpielPress zu lesen. Auch wird mit Logos von "Das schwarze Auge", "Magic, the gathering" oder "Warhammer Online" auf den Flyern geworben.
| Was: | Role-Play-Convention |
| Wo: | Halle Münsterland, Münster |
| Wann: | 21. - 22.04.07 |
Nähere Informationen findet ihr unter: [1]
9 1/2 Inch - Tabletop-Convention in Aschaffenburg
Die Gilde für Rollenspiel e.V. und das JuKuZ Aschaffenburg präsentieren am 6. - 7. Mai 2006 im JuKuZ Aschaffenburg
9 1/2 Inch
Die Tabletop Veranstaltung des Jahres
Programm: Turniere: Warhammer, Confrontation, Chronopia
Verkaufsstände Neuvorstellungen Malworkshops Paint-Contest
Öffnungszeiten:
Samstag: 10.00 - 24.00 Uhr Sonntag: 10.00 - 18.00 Uhr
Eintritt frei!
Online: [2]
Preisausschreiben - die Dritte
Ihr erinnert Euch sicherlich noch an das Preisausschreiben vom vorletzten Newsletter erinnern? Wir haben einen hübschen, kreativen, provokativen oder wenigstens treffenden Namen für unsere neue Rubrik gesucht. Zwar fanden die wenigen Vorschläge recht zeitnah den Weg auf unsere Startseite, jedoch trudelten in der erste Woche der Abstimmung noch weitere gute Vorschläge ein. Also haben wir uns entschlossen, den Abstimmungszeitraum nochmals zu verlängern, und natürlich dann auch die neuen Vorschläge in die Auswahlliste aufzunehmen. Aber immer noch gilt, der Einsender des Namens mit den meisten Stimmen bekommt zwei Kinokarten für ein Film seiner/ihrer Wahl in einem Kino seiner/ihrer Wahl. Also, dann klickt mal schön...
News-Guru
Für Euch gesehen
In My Skin
Es gibt Filme, die unangenehm sind, sogar regelrecht abstoßend, und dennoch fühlt man sich berührt und fasziniert. In My Skin ist ein solcher Film.
Esther, eine Karrierefrau auf dem Weg nach oben, hat einen kleinen Unfall, während sie sich auf einer Party den Garten des Gastgebers ansieht, und dabei auf einer Baustelle stürzt. Erst Stunden später bemerkt sie, dass sie sich eine tiefe Schnittwunde am Bein zugezogen hat. Sie wird schließlich im Krankenhaus versorgt, doch die Verletzung lässt ihr keine Ruhe. Die Wunde scheint eine Faszination auf Esther auszuüben. Einem Impuls folgend, öffnet sie den Schnitt wieder, und bringt sich noch weitere Verletzungen bei. Ihr Umfeld reagiert mit Verstörung und Angst darauf, und Esther verbirgt fortan ihre immer stärker werdende Obsession, den eigenen Körper zu verstümmeln. Obwohl ihre Arbeit und die Beziehung zu ihrem Freund Vincent darunter leiden, kommt es zu immer extremeren Exzessen. Esther geht nicht mehr ins Büro, fotografiert ihre Wunden und versucht, die herausgeschnittene Haut zu konservieren.
In My Skin ist kein Film für Menschen, die Eindeutigkeit bevorzugen. Er erklärt die monströse Besessenheit seiner Hauptfigur nicht, sondern spielt vielmehr mit einer Person, die sich in einem psychischen Ausnahmezustand wieder findet. In diesem Sinne funktioniert der Film auch als Parabel auf die Situation von Menschen, deren Leben aus den Fugen gerät, z.B. durch das plötzliche Auftreten einer Depression, Magersucht, Angststörung, etc., indem er zeigt, wie die überforderten Mitmenschen mit Unverständnis, Angst und Aggression darauf reagieren.
Formal sehr versiert, verdeutlicht Regisseurin und Hauptdarstellerin Marina de Van das psychische Erleben Esthers durch interessante Mittel wie optische Verfremdung oder Split-Screen-Technik. Die Musik ist dezent und stimmig, die Darsteller überzeugend.
Sehr beeindruckend ist die Szene, in der Esther während eines wichtigen Geschäftsessens von ihrer Obsession überwältigt wird. Zunächst spürt sie ihren linken Arm nicht mehr, dann fantasiert sie ihn plötzlich abgetrennt neben sich auf dem Tisch liegend. Während sich ihre Kunden über Reisen nach Lissabon und Rom unterhalten, zersticht und zerschneidet sie den Arm schließlich unter dem Tisch.
Dabei manifestiert sich die Selbstverstümmelung aber nicht als Aggression gegen den eigenen Körper, sondern vielmehr als bizarrer autoerotischer Akt, in dem die Hauptfigur eine völlig neue, wenn auch erschreckende Möglichkeit entdeckt, den eigenen Körper lustvoll zu erfahren, bis hin zum Bestreben, Teile davon zu verzehren. In dieser Hinsicht erinnert der Film an den Bodyhorror des genialen kanadischen Regisseurs David Cronenberg (bekannt vor allem durch "Naked Lunch", "eXistenZ" und das Remake des Horrorklassikers "Die Fliege"). Cronenberg thematisierte schon häufig die Ästhetik des Hässlichen (bzw. die Relativität dessen, was allgemein als schön angesehen wird). In seiner Adaption des Ballard-Romans "Crash" sind es z.B. Autounfälle und die dadurch hervorgerufenen Wunden, Verstümmelungen und Narben, die als Objekte sexueller Stimulation fungieren.
"In My Skin" ist kein Horrorfilm im üblichen Sinne, wenn er auch eine verstörende Dosis Psycho-Horror verbreitet. Er ist auch kein Splatterfilm, da er zwar manchmal in schwer auszuhaltender Form die Selbstverstümmelungen zeigt, aber an anderen Stellen ebenso wirkungsvoll mit Andeutungen arbeitet. Wer etwas zum Wohlfühlen, ein unterhaltsames Suspense- oder spaßiges Splatter-Movie erwartet, wird nicht auf seine Kosten kommen. "In My Skin" ist ein extremer Film, den man nicht ohne weiteres jedem empfehlen kann. Aber Freunden des Bizarren und Abgründigen präsentiert sich ein Kleinod, das wieder einmal beweist, dass die Geheimtipps des Horror- und Thriller-Genres in letzter Zeit eindeutig außerhalb der USA zu finden sind. Denn In My Skin ist eine französische Produktion (im Original Dans ma Peau), und schafft das, was amerikanischen Filmen auf diesem Sektor nur noch selten gelingt, nämlich Grenzen zu überschreiten und den Zuschauer wirklich zu schockieren. Und das ist es letztendlich, was einen guten Horrorfilm ausmacht.
Hanns
Für Euch gepielt
Thurn und Taxis - Glanz und Gloria (Hans im Glück)
[Gerhard]
Das Letzte
Bis demnächst,
Eurer Vorstand