von Gerhard
Wie lange angekündigt, fand vom 30.05. bis 01.06.03 das diesjährige Café Kanne-Con, besser als "Hanauer Con" bekannt, statt. Es handelt sich hier um eine Veranstaltung mit Tradition, schon mehr als zehn mal wurde von der Einrichtung "Café Kanne" nun schon zum gemeinsamen Spiel eingeladen. Zwar war diesmal kein Besucherrekord zu verzeichnen, jedoch waren die vorhanden Räumlichkeiten in der alten Johanniskirche in Hanau gut genutzt. Wie in den Vorjahren war auch diesmal das Con vor allem das Treffen der Hanauer Spieleszene. Wer im Raum Hanau immer wieder mal das gemeinsame Spiel sucht, ob auf Veranstaltungen der ansässigen Spielvereine oder der Einrichtung "Café Kanne", dürfte die meisten Besucher zumindest schon einmal gesehen haben. Allerdings waren auch ein paar neue Gesichter zu sehen, vor allem auffällig waren die in einheitlichem blauem T-Shirt gekleideten Mitglieder von dem mit uns befreundeten Twylight-Games e.V. aus dem Raum Nürnberg. Neun (!) Mitglieder hatten sich auf den weiten Weg gemacht, nicht zuletzt um mit uns ein wenig Zeit zu verbringen.
Brauchen (Rollen-)Spieler Animateure oder ein Rahmenprogramm? Vermutlich eher nicht, dachten sich wohl die Veranstalter. So war die Veranstaltung arm an Attraktionen, außer einer Tombola war nichts vorgesehen. Die Organisation von Spiel hatten sie schon im Vorfeld an uns und den Einhorn e.V. abgegeben. Anderwelt e.V. konnte auf jeden Fall sein gegebenes Versprechen einlösen. Neben mehreren angebotenen Pen&Paper-Runden, einer Vampire-Live-Veranstaltung an zwei Abenden (oder besser Nächten) konnte auch die ganze Zeit über dem interessierten Besucher die Teilnahme an einer Runde "Mega-Carcassonne" ermöglicht werden. Vielen Dank an alle Mitglieder die sich hier eingebracht haben.
Darüber hinaus organisierten sich die Besucher eher selbst, Spiele wurden selbst mitgebracht und auch mit den gemeinsam erschienen Besuchern gespielt. Eigentlich eine interessante Beobachtung, die man allerdings überall machen kann. Obwohl gerade (Rollen-)Spieler im Vergleich eher als offen für Neues zu bezeichnen sind, finden auch bei Cons viele Spielrunden nur in vertrauten Runden statt. Die Krönung hierbei sind zweifellos die Anhänger der Trading-Card-Games. Die Mehrheit, der in dieser von der Anzahl an Spielern nicht kleinen Fraktion, dürfte am ganze Wochenden wohl keinen sozialen Austausch mit den restlichen Besuchern gehabt haben!
Dennoch, alles in allem eine harmonische Veranstaltung, fast schon so eine Art Familienfest. Ärgerlich fand ich lediglich, daß der Erwerb von Getränken oder Nascherei schon jeweils deutlich vor 24 Uhr nicht mehr möglich war - von anderen Speisen ganz zu schweigen. Auch wäre es eine schöne Geste gewesen, Kaffee und Tee kostenlos zur Verfügung zu stellen, wo doch schon die übrigen Getränkepreise nicht unbedingt als niedrig zu bezeichnen waren - darüber jedoch kann man sich streiten.
Wer bislang das "Hanauer Con" noch nicht besucht hat, wird wohl leider dazu auch keine Gelegenheit mehr erhalten. Alles deutet darauf hin, daß die fast schon als Institution bekannte Einrichtung "Café Kanne" zum Ende des Jahres für immer die Pforten schließen muß. Nicht das es an regelmäßigen Besuchern gemangelt hätte, ein Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene das nur Null-auf-Null aufgeht, scheint der ach so sozialen evangelischen Kirche in Hanau nicht mehr tragbar! Schönen Dank auch...