von Gerhard
Am Samstag dem 29.03.03 machte sich eine kleine Schar Anderweltler
auf den Weg, um ein Con des in der Nähe von Nürnberg ansässigen
TWILIGHT GAMES e.V. zu besuchen. Schon einmal - im letzten September - waren
Anderweltler "offiziell" zu einem Con dieses Vereins gen Süden
gereist. Die Qualität der im letzten Jahr besuchten Veranstaltung hatte
uns beeindruckt, dementsprechend hoch war auch unsere Erwartungshaltung an dieses
Con.
Die Veranstalter hatten das Con dieses mal unter ein Motto gestellt, als Thema
wurde "Herr der Ringe" gewählt. Fast schon enttäuscht mußten
wir bei der Ankunft feststellen, daß es sich hierbei um eine deutlich
kleinere Veranstaltung handelte als im letzen Jahr. Der Rahmen war fast schon
als familiär zu bezeichnen, schnell kamen wir mit Leuten ins Gespräch.
Besonders herzlich waren hierbei Kontakte zu Personen, die wir schon vom letzten
Con kannten. Im Nachhinein stellte sich dadurch also der vermeintliche Nachteil
als Vorteil heraus.
TWILIGHT GAMES e.V. veranstalten nach Möglichkeit - wie wir bei einem Gespräch
mit einem Mitglied des Vorstands erfahren konnten - immer zwei Cons im Jahr,
ein kleines im Frühjahr und ein großes im Spätsommer (immer
am letzten Wochenende der bayerischen Schulferien).
Wie im letzten Jahr waren auch diesmal wieder zahlreiche Tabletop-Szenarien
aufgebaut worden. Ein richtiger Blickfang war hierbei die auf ungefähr
sechs Quadratmetern maßstabsgetreu aufgebaute Festung von Helms Klamm,
aus dem Film "Herr der Ringe - Die zwei Türme". Bevölkert
war das Szenario mit hunderten bemalter Zinnfiguren für beide Seiten. Diese
Pracht verursachte leichte Kontaktscheu gegenüber dem Material, doch nach
gutem Zureden fanden sich dann genügend Spieler für beide Seiten.
Über viele Stunden hinweg wurde die Schlacht um Helms Klamm gespielt, als
wir am Ende abreisten, war sie noch nicht zu Ende. Die Fotos hierzu findet ihr
(demnächst) auf unserer Website.
Ansonsten stand dem interessierten Brettspieler eine fast unüberschaubare
Zahl von Brettspielen, die zur Zeit zum Thema auf dem Markt erhältlich
sind, zur Verfügung. Um den Einstieg in das Spiel einfacher und schneller
zu machen, standen den Gästen gut vorbereitete Spielleiter zur Seite. Obwohl
die Veranstaltung wie Eingangs erwähnt in deutlich kleinerem Rahmen als
beim letzten mal stattfand, war auch diesmal ein offizieller Vertreter von "Games
Workshop" anwesend.
Die Räumlichkeiten waren der Größe des Cons angemessen, und
auf jeden Fall als gemütlich zu bezeichnen. Das Catering war für eine
solche Veranstaltung in Ordnung - lediglich wurde dieses mal kein Weißbier
angeboten, was wir angesichts der in diesem Raum erhältlichen Köstlichkeit
sehr bedauerten.
Fazit: Der Besuch des Cons hat sich auf jeden Fall gelohnt, lose Kontakte zu
einem anderen Spieleverein konnten gefestigt werden, das eine oder oder andere
neue Spiel ausprobiert und so manche Fachsimpelei ausgetragen werden. Ich werde
im September auf jeden Fall wieder zum Demon-Con fahren, vielleicht kommen dann
ja noch mehr Anderweltler mit.