Autor: Antoine Bauza
Spieler: 2-7
Dauer: 25 Min
Rating BGG: 7,1/10
Schwierigkeit BGG: 1,4/5
Link BGG: 7 Wonders - Architects
"7 Wonders - Architects" ist ein Kartenspiel, das in Deutschland von Repos/Asmodee vertrieben wird, zudem ist es ein Ableger vom Kennerspiel 2011.
von Gerhard Vinson
Zu Beginn erhält jeder Spieler ein von sieben Sets, bestehend aus einem fünfteiligen Weltwunder und einem individuellen Kartenstapel. Die einzelnen Wunder unterscheiden sich vor allem bei den erreichbaren Siegpunkten und möglichen Sonderaktionen. Die Kartenstapel setzen sich aus grauen Ressourcenkarten, gelben Geldkarten (Rohstoffjoker), blauen Siegpunktekarten, grünen Wissenschaftskarten und roten Militärkarten zusammen.
Die Spieler legen die Teile ihres Weltwunders mit der Entwurfsseite nach oben und ihren persönlichen Kartenstapel offen, links zum Mitspieler hin aus. In die Tischmitte kommt ein neutraler, verdeckter Kartenstapel, Siegpunktmarker für die Militärwertung, Konfliktmarker und grüne Fortschrittsmarker.
Anders als beim Grundspiel wird nicht gleichzeitig, sondern der Reihe nach gespielt. Der aktive Spieler entscheidet sich zu einer von drei Karten. Entweder die offen ausliegenden Karten des eigenen Stapels, die des rechten Mitspielers oder eine vom verdeckten, neutralen Stapel in der Tischmitte. Die gewählte Karte wird dann sofort in die eigene Ablage gelegt. Erfüllen die Rohstoffkarten die Anforderungen für den Bau einer Stufe des Wunders, wird diese sofort gebaut und die Karten auf einen zentralen Ablagestapel gelegt. Ähnlich läuft dies mit den grünen Karten ab, hat der Spieler entweder zwei gleiche oder drei unterschiedliche Karten gesammelt, kann er einen der ausliegenden Fortschrittsmarker aus der Tischmitte nehmen - diese bringen entweder Siegpunkte am Ende des Spiels oder aber Vorteile im weiteren Verlauf des Spiels. Auch diese Karten werden dann abgelegt. Blaue Karten werden lediglich gesammelt und bringen Siegpunkte am Ende. Rote Karten weisen ein oder zwei Hörner auf. Für jedes muss einer der Konfliktmarker in der Tischmitte von der Friedens- auf die Kriegsseite gedreht werden. Wird der letzte Konfliktmarker herumgedreht, kommt es zu einem militärischen Stärkevergleich mit den jeweiligen Sitznachbarn.
Das Spiel endet sofort, wenn ein Spieler sein Weltwunder vollendet hat. Mit der anschließenden Wertung wird der Sieger des Spiels ermittelt.
Freunde der alten Version von "7 Wonders" werden vermutlich erst einmal enttäuscht sein. Das Spiel ist tatsächlich sehr einfach; es gibt schließlich keine Zeitalter und mit der Kartenvielfalt ist es auch nicht weit her. Tatsächlich dürfte sich das Spiel eher an Familien mit Kindern richten. Und dann ist es wirklich gut! Mit der Wahl der richtigen Karte werden wichtige Weichen gestellt. Durch das "Wegschnappen" der Karten erhält das Spiel einiges an Interaktion und das ängstlich zu den Mitspielern Schielen, um den Fertigkeitsgrad der anderen Wunder einzuschätzen, erzeugt doch einiges an Spannung. Dazu kommt noch eine hübsche Grafik auf den Karten und Wundern und - nicht zuletzt - die wirklich praktischen Aufbewahrungsboxen für die Sets. Für diesen Spielerkreis kann ich die Architekten wirklich empfehlen.