Council Of Shadows (2022)


Zu sehen ist die Spiele-Schachtel mit ewinem Raumschiff, das in einer Art

Autor: Martin Kallenborn, Jochen Scherer
Spieler: 1-4
Dauer: 60-90 Min
Rating BGG: 7,6/10
Link BGG: Council of Shadows

"Council Of Shadows" ist ein Kennerspiel, das in Deutschland bei Alea erschienen ist.

von Gerhard Vinson

Worum geht's?
Wir schreiben das Jahr 2200. Die Spieler schlüpfen in die Rolle einer von vier verschiedenen Zivilisationen. Mittlerweile ist bekannt, dass es eine viel ältere, mächtigere Rasse im Universum gibt. Diese hat den "Council Of Shadows" ins Leben gerufen, einen Rat, der aktuell eine Stelle zu vergeben hat. Allerdings nur an die erfolgreichste Zivilisation...

Die Aufgabe der Wettbewerber besteht darin, möglichst viel Energie für die ältere Rasse zu gewinnen. Allerdings ohne sich zu schaden.

Zu sehen ist ein Tisch mit großem Spielbrett und weiterem Spielmaterial wie Karten, Plättchen und persönlichen Spielplänen.

Wie funktioniert es?
Die Spieler starten mit einem Set von Handkarten. Karten, die es ermöglichen, das Universum zu erforschen, Siedlungen auf neu entdeckten Planeten zu bauen und von den Rohstoffen der Planeten zu profitieren. Auf dem zentralen Spielbrett gibt es zwei Punkteleisten. Eine für die aktuellen Siegpunkte und eine für den aufgelaufenen Energieverbrauch. Zu Beginn einer Runde gibt es die Möglichkeit, seine Kartenhand aus einer zentralen Auslage zu verbessern, das Spielertableau aufzuwerten oder eine Raumstation zu bauen. Danach geht es darum, mit den Handkarten den aktuellen Zug zu "programmieren", also die Aktionen der Runde zu planen. Nachdem alle Spieler gleichzeitig geplant haben, werden die geplanten Aktionen ausgeführt und abschließend eine optionale Wertung durchgeführt. Danach werden die Karten jeweils von rechts nach links verschoben, die rechte Karte kommt zurück ins Kartendeck. Der freigewordene Platz auf dem Tableau wird in der nächsten Planungsphase mit einer neuen Karte ergänzt.

Ziel des Spiels ist es, die meisten Siegpunkte zu holen. Das Spielende wird eingeleitet, wenn der erste Spieler dreimal den Marker für den aufgelaufenen Energieverbrauch einholt. Und da fangen die Probleme an. Eine Aktion, egal ob Entdecken, eine Siedlung zu errichten usw., verbraucht Energie. Je mächtiger die Aktion, umso größer der Energieverbrauch. Zwar können im Laufe des Spiels Handkarten mit besserem Preis-Leistungs-Verhältnis erworben werden, jedoch steigt der kumulierte Energieverbrauch unerbittlich in die Höhe und es wird immer schwerer, mit dem aktuellen Anzeiger den Marker für den aufgelaufenen Energieverbrauch einzuholen. Auch die mögliche Wertung am Ende der Runde stellt ein Dilemma dar. Zwar kann der Spieler bei einem Mehrheitsvergleich direkt Rohstoffe und/oder Energiepunkte erhalten, dies aber nur auf Kosten einer Siedlung.

Was taugt es?
Gerade dieser ständige Wettlauf mit dem eigenen Energieverbrauchsmarker ist besonders reizvoll. Plane ich jetzt starke Aktionen - dies aber mit Schulden in der Zukunft. Oder mache ich kleinere Schritte, wachse dafür aber langsamer. Gelingt es einem Spieler seinen Energieverbrauchsmarker einzuholen, darf er sich eine "Dark Tech" genannte Technologie aussuchen, einen sofortigen, einmaligen oder aber wiederkehrenden Vorteil. Also doch mehr investieren, um die besten Technologien zu bekommen? Fragen über Fragen...

Die vorhandenen Abläufe sind - für Vielspieler - nicht unbekannt oder im Zusammenhang kompliziert. Die Regeln sind klar, es gibt kaum Kleinregeln. Besonders macht das Spiel aber die Idee, dass der Punktezähler einem anderen Zähler hinterherläuft, dessen Geschwindigkeit man selbst steuert. Ein wirklich interessantes Spielerlebnis, das ich unbedingt empfehlen möchte.