Herr der Ringe - Das Duell


von Gerhard

Bei "Das Duell" handelt es sich um ein Strategiespiel für zwei Personen. Nachgespielt, oder besser gekämpft wird der Kampf von Gandalf und dem Balrog auf der Brücke in Moria. Der Kampf wird durch das abwechselnde Ausspielen von Karten ausgetragen, die nebeneinander abgelegt werden. An den Längsseiten der Karten befinden sich keine bis vier Markierungen, die zum Angriff, aber auch zur Verteidigung gewertet werden. Steht einer Markierung auf der Karte des Angreifers eine Markierung des Verteidigers entgegen, so gilt der Teil des Angriffs als geblockt, steht einer Markierung keine Markierung entgegen, so wird dies als Angriffs- oder Paradetreffer gewertet. Nicht geblockte Markierungen, also Angriffe schwächen den Kämpfer - ein Energiestein wird auf einer Zählleiste ein Stück in den negativen Bereich bewegt.
Darüber hinaus weisen einige Karten noch besondere Eigenschaften auf. Zum Beispiel muß sich der Balrog nach dem Ausspielen von "Gandalfs Spiegel" gegen seinen eigenen Angriff verteidigen, "Balrogs Finte" erlaubt dem Spieler des Balrogs, eine schon ausgespielte Karte nochmals zu verwenden. Gespielt wird in vier Runden, d.h. drei normalen und einer Finalrunde. Der Sieger darf nach jeder Runde auf einer aus festem Karton bestehenden, dreidimensionalen Brücke eine oder zwei Stufen aufsteigen. Gewonnen hat, wer zuerst die oberste Stufe erreicht hat - bei Gleichstand siegt der Gewinner der Finalrunde.
Das taktische Element liegt im geschicktem Auspielen der Karten, abhängig von der vom Spieler verkörperten Figur. Die Kartensätze für den Balrog und Gandalf unterscheiden sich nämlich in der Kampfstärke: Der Balrog hat etwas mehr Markierungen für Angriff und Verteidung, Gandalf hingegen mehr Sonderkarten. Dies ist vermutlich auch der Grund, warum anfangs der Balrog häufiger zu gewinnen scheint, das Spielen von Gandalf erfordert einfach etwas mehr Erfahrung.
Verstärkt wird das taktische Element des Spiels dadurch, daß man in jeder der normalen Runden Karten für die Finalrunde aufsparen muß. Ist es nun besser, die "guten" Karten gleich einzusetzen, mit der Hoffnung, ein frühzeitiges Ende des Spiels herbeizuführen, oder soll man sie besser für die Finalrunde aufsparen?
Die Spielzeit ist mit 30 bis 40 Minuten angegeben, nach etwas Einspielen geht es sogar noch etwas schneller. Ich empfand das Spiel als sehr kurzweilig, es macht Spaß, noch eine Runde zu spielen. Die Aufmachung ist sehr schön und der Preis mit ca. 15 - 18 Euro in Ordnung. Ich kann das Spiel daher empfehlen.