The King's Dilemma (2019)



Autor: Lorenzo Silva, Hjalmar Hach und Carlo Burelli
Alter:
Spieler: 3 - 5
Dauer: ca. 60 Minuten/Partie
Link BGG: kings-dilemma

"The King's Dilemma" ist ein interaktives Legacy-Spiel, das bei HG (Horrible Guild) erschienen ist und in Deutschland vom Heidelberger Spieleverlag vertrieben wird.
Wie ist die Hungersnot der Bauern zu lösen? Soll an den religiösen Ketzern ein Exempel statuiert werden? Und kann die Krone die nächste kostspielige Expeditionsreise finanzieren? Die Spieler sind die Berater des Königs und versuchen in ihren Ratssitzungen diese und viele andere Fragen zu beantworten, die durchaus relevant für Zukunft des Reiches sein können. Dabei sind die Spieler auch Abgesandte von einem der zwölf Adelshäuser und versuchen daher die Abstimmungen auch im Sinne ihrer Häuser zu beeinflussen.
In jeder Runde wird eine Karte vom "Kings Dilemma"-Stapel gezogen. Diese Karten berichten über Probleme, etwa wie die eingangs aufgeführten. Nach der oft daraus resultierenden Diskussion stimmen die Spieler ab, was dem König in dieser Frage geraten werden könnte. Diese Entscheidungen haben, oft erst im weiteren Verlauf des Spieles auftretende Konsequenzen. Nach jeder Abstimmung wird ein Umschlag geöffnet, der die Entwicklung mehrerer verzweigter Handlungsstränge vorantreibt. So erreichen die Spieler innerhalb von 15 bis 20 Partien ein, nicht vorhersehbares, Finalscenario.
Trotz einer - für ein Brettspiel - ungewöhnlichen thematischen Spieltiefe, ist "The King's Dilemma" kein kooperatives Spiel. Die Auswirkungen getroffener Entscheidungen, aber auch wie gut es gelungen ist die Interessen des eigenen Hauses durchzusetzen, entscheidet über die Siegpunkte der einzelnen Spieler und damit am Ende auch über den Sieger.
Das Spiel verfügt über 75, der oben erwähnten Umschläge zur Spielsteuerung. Dazu kommen an die 200 Chronik- und Mysterium-Sticker die das Spielbrett verändern. Zu Beginn wählt jeder der drei bis fünf Spieler, eines der zwölf, wirklich unterschiedlichen Adelshäuser aus. Alles Faktoren, die dazu beitragen, dass wohl kaum eine Spielgruppe die exakt gleiche Geschichte erleben wird. Und damit sind wir beim Punkt. Idealerweise sollte das Spiel (also alle Partien zusammen) von EINER konstanten Spielgruppe innerhalb eines absehbaren Zeitraums gespielt werden. Weil sich das Spielmaterial dabei verändert, kann das Spiel auch kein zweites Mal gespielt werden - für Legacy-Spiele üblich. Daher wird das Spiel auch keine Vereinsanschaffung. Dennoch, finden sich vier, fünf wagemutige Spieler und schaffen das Spiel gemeinsam an, können sie an vier, fünf Abenden das vermutlich thematischste bisher erschienene Brettspiel erleben.
Und, wie gewohnt, ein Video-Link (Achtung! Dauert länger!):
https://hunterundcron.de/the-kings-dilemma-brettspiel-review-485