Obscurio (2019)


Autor Xavier Collette
Spieler: 2 - 8
Dauer: 40 Minuten
Link BGG: Obscurio (2019)

Obscurio ist ein semi-kooperatives Kommunikationsspiel das bei Libellud erschienen ist und in Deutschland von Asmodee vertrieben wird.
Was ist denn nun schon wieder ein semi-kooperatives Spiel? Und das Ganze noch mit Kommunikation??? Nun, semi-kooperative Spiele sind Spiele, bei denen alle Spieler versuchen gemeinsam das Spielziel zu erreichen - außer einem, der ist dagegen. Dieses Konzept ist nicht neu, es ist beispielsweise bei "Schatten über Camelot" oder "Not Alone" anzutreffen (beides Spiele aus unserem Fundus).
Was passiert bei "Obscurio"? Die Spieler sind (vermutlich) junge Magier, denen nichts besseres in ihrer Freizeit einfällt, als in eine magische Bibliothek einzubrechen und ein wichtiges Zauberbuch, na ja, sagen wir auszuleihen. Nun gilt es möglichst schnell den Ausgang zu finden, was etwas (?) erschwert wird, weil einer ihrer Kumpanen (der ist bis zu seiner Enttarnung inkognito unterwegs) tatsächlich verhindern will, dass der Rest der Bande den rettenden Ausgang erreicht.
Wie funktioniert "Obscurio"? Neben den schon erwähnten Magiern gibt es noch das Zauberbuch, das von einem der Spieler gespielt wird. Tatsächlich arbeitet das Zauberbuch mit den Magiern zusammen, dumm nur das es nicht reden kann. Die Magier sind also darauf angewiesen Illusionen des Zauberbuchs richtig zu interpretieren (und nun haben wir auch den kommunikativen Aspekt des Spiels...). Die Gruppe bewegt sich von Raum zu Raum und versucht dabei noch den widerlichen Fallen zu entgehen. Der Einflussfaktor des "Verräters" besteht vor allem darin die Illusionen zu beeinflussen und - bei der Diskussion - die Interpretation der Illusionen in eine falsche Richtung zu lenken.
Was halte ich von dem Spiel? Ich habe gelesen, dass einige Spieler sich doch stark an "Dixit" und "Mysterium" erinnert fühlen. Klar ist, das Spiel kann nur mit ausreichend vielen Spielern funktionieren. Die auf der Schachtel angegebene Mindestanzahl von zwei Spielern, ist ja wohl eher ein Marketing-Ding. Ich kann mir gut vorstellen, mit der richtigen Runde kann das Spiel schon Spaß machen. Die kurze Spieldauer und die tolle Optik des Spielmaterials sprechen bestimmt auch dafür. Und bedenkt, wir reden hier über ein Familienspiel.


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