von Gerhard
Bei "Trans America" handelt es sich um ein weiteres
Eisenbahnspiel, bei dem Städte der USA miteinander verbunden werden müssen.
Das Spiel war für das Spiel des Jahres 2002 nominiert, hat jedoch gegen
"Villa Paletti" den kürzeren gezogen - schon nach dem ersten
Spieldurchlauf eine nicht nachvollziehbare Entscheidung.
Das Spielbrett zeigt eine Landkarte der USA, die mit einem Dreiecksraster überzogen
ist. Je nach Gelände sind die Seiten der Dreiecke als einfache oder als
doppelte Linien ausgeführt. Am oberen Rand befindet sich eine Zählleiste
für Punkte, passend zum Spiel als Schienen mit Schwellen ausgeführt.
Die Städte sind in fünf verschiedene, farblich gekennzeichnete Bereiche
eingeteilt. Auftragskarten, die eine entsprechende Farbe auf der Rückseite
aufweisen, zeigen die Namen der Städte, eine kleine Karte mit den Umrissen
der USA und eine Markierung für die Position der Stadt.
Zu Beginn zieht jeder Spieler eine Stadt aus jeder Farbgruppe, die er eine seine
Bahnstrecke anbinden muss. Mit einem Spielstein in seiner Farbe markiert jeder
Spielers dann seinen Startpunkt, den er natürlich anhand der zu verbindenden
Städte wählt.
Davon ausgehend kann der Spieler in jeder Runde zwei Schienenstücke legen,
sind Flüsse oder Berge zu überqueren, kann er nur eines verbauen.
Findet der Spieler Anschluss an Schienenstücke, die von anderen Spielern
gelegt wurden, so kann er diese bei seiner Streckenplanung miteinbeziehen und
damit seine gewünschten Städte verbinden.
Wer zuerst seine Städte verbunden hat, legt seine Karten offen vor sich
ab. Die anderen Spieler bekommen nun die zur Erfüllung ihres Auftrags fehlenden
Streckenabschnitte als Minuspunkte. Eine auf der Zählleiste stehende Lokomotive
wird entsprechend bewegt.
Das Spiel verläuft in Runden. Jedes mal wenn ein Spieler seinen Auftrag
erfüllt hat, werden auf die dem Brett liegenden Schienen und die Startspielsteine
entfernt, die Auftragskarten neu gemischt und ausgegeben.
Nach der zweiten Runde wird ein anfangs auf die letzte Schwelle der Zählleiste
gelegter Prellbock in Richtung Lokomotiven versetzt, und zwar soweit, dass sich
nur noch zwei Felder zwischen dem Prellbock und der vordersten Lok befinden.
Da dies doch die Spielzeit unter Umständen deutlich begrenzt, haben wir
in unseren Testspielen gerne auf den Prellbock verzichtet (und die vorderste
Lok stürzt dann eben todesmutig in den Pazifischen Ozean...).
"Trans America" ist ein schnelles Spiel. Trotz der einfachen Regeln
ist es alles andere als langweilig und macht vor allem ab vier Spielern richtig
Spaß. Das Spiel ist gut für gesellige Runden geeignet, bei denen
das Spielen nicht so im Vordergrund steht, etwa für einen Stammtisch. Als
"Spiel zwischendurch" kann ich "Trans America" wirklich
empfehlen. In diesem Jahr ist bei Winning Moves übrigens eine Edition mit
Europäischen Städten und leicht modifizierten Regeln erschienen.