Spiel des Jahres 2007
von Gerhard
Bei Zooloretto sind die Spieler Zoobesitzer. Um den Zoo für Besucher interessant zu machen, gilt es interessante Tierarten zu sammeln und unterschiedliche Verkaufsstände aufzubauen.
Das Spiel besteht aus 88 quadratischen Tierkärtchen von acht verschiedenen Tierarten, einigen Verkaufsständen und Geldplättchen, dazu kommen jeweils zwei runde Plättchen mit Nachwuchs. Jeder der bis zu fünf Spieler bekommt ein Spielbrett, auf dem drei Gehege und ein Stall abgebildet sind, sowie ein schmales Zusatzbrett mit einem weiteren Gehege für einen eventuellen Ausbau des Zoos. Für jeden Teilnehmer steht außerdem noch ein aus Holz bestehendes Transportfahrzeug zur Verfügung.
Das Spielprinzip ist einfach. Reihum ziehen die Spieler vom Stapel der verdeckt liegenden quadratischen Kärtchen und legen das gezogene Kärtchen mit der Abbildung eines Zootieres auf einen der Transportwagen. Anstatt ein quadratisches Kärtchen zu nehmen, kann der Spieler sich auch entscheiden, entweder eine sogenannte Geldaktion durchzuführen oder aber einen Transportwagen zu nehmen, auf dem sich mindestens ein Plättchen befinden muß, und damit für diese Runde zu passen. Als Geldaktionen werden alle Umbauaktionen am Zoo bezeichnet, also Tierkärtchen zu verschieben oder auszutauschen, Tierkärtchen vom Stall eines Mitspielers zu kaufen oder an die Bank zurückzugeben und auch der Ausbau des Zoos.
Wenn jeder Spieler sich einen Transportwagen genommen hat, werden die erworbenen quadratischen Kärtchen im eigenen Zoo verteilt. In jedem der unterschiedlich großen Gehege darf nur eine Tierart untergebracht werden, genau wie es auch nur eine begrenzte Anzahl von Stellplätzen für Verkaufsstände gibt. Übrig gebliebene Tierkärtchen oder Verkaufsstände müssen im Stall untergebracht werden. Haben alle Spieler ihre erworbenen Kärtchen untergebracht, beginnt eine neue Runde.
Zu Beginn des Spieles werden vom Hauptstapel der quadratischen Kärtchen fünfzehn Stück abgezweigt. Auf sie wird zurückgegriffen, wenn der Hauptstapel aufgebraucht ist, die jetzt laufende Runde wird nur noch zu Ende gespielt. Bei der abschließenden Wertung zählen Tiere in Gehegen, sowie aufgebaute Verkaufsstände als Pluspunkte, noch im Stall befindliche Tierarten oder Verkaufsstände werden davon abgezogen. Sieger ist, wer die meisten Punkte sammeln konnte.
Mit Zooloretto hat wieder einmal ein reines Familienspiel den Kritikerpreis des Spiel des Jahres
bekommen. Das Spiel ist durchaus kindgerecht - einfache Regeln, kurze Spieldauer, nette Zeichnungen auf
den Tierkärtchen. Aber auch Erwachsenen hat Zooloretto durchaus etwas zu bieten, und zwar mehr als die
recht infantile Schachtelgestaltung erwarten läßt. Ganz so einfach ist es eben dann doch nicht zum
einen seine Gehege möglichst voll zu bekommen und dabei dennoch möglichst wenige Untermieter für den
Stall. Dazu kommt, daß sich das Spielende nicht genau kalkulieren läßt, oft fehlen noch ein oder zwei
Runden um den Stall auszumisten.
Alles in allem ein überraschend nettes Spiel, das sich vor allem an Einsteiger und Gelegenheitsspieler
richtet. Für diesen Personenkreis kann ich das Spiel durchaus empfehlen.