Kingdom Builder
| Kingdom Builder | |
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| Spieledaten | |
| Autor | Donald X. Vaccarino |
| Verlag | Queen Games |
| Erscheinungsjahr | 2011 |
| Art | Brettspiel |
| Mitspieler | 2-4 |
| Dauer | ca. 45-60 Min. |
| Alter | ab 8 J. |
| Auszeichnungen | |
| * Spiel des Jahres 2012 | |
Kingdom Builder ist ein Brettspiel von Donald X. Vaccarino, dass bei Queen Games erschienen ist.
Inhaltsverzeichnis
Hintergrund
Bei Kingdom Builder versuchen die Spieler, durch geschicktes Platzieren von Siedlungen ein Königreich zu errichten, um am Ende dafür mit Gold belohnt zu werden.
Spielprinzip
Das Spielbrett von Kingdom Builder ist variabel, für jedes Spiel werden zufällig vier von insgesamt acht sogenannten Quadranten ausgewählt und zusammengelegt. Die Bretter sind in hexagonalen Feldern aufgeteilt, die in unterschiedlichen Farben für die verschiedenen Geländetypen stehen. Hierbei wird zwischen besiedelbaren und nicht besiedelbaren Geländetypen unterschieden. So ist es beispielsweise möglich Grasland oder Wald zu besiedeln während dies bei Bergen oder Wasser nicht möglich ist. Auf den Quadranten sind einige Felder besonders hervorgehoben: die Ortsfelder. Auf diesen Feldern werden zu Beginn des Spieles passende Ortsplättchen abgelegt; gelingt es einem Spieler ein Ortsplättchen zu erobern, ermöglicht ihm dies im Laufe des Spiels Sonderaktionen durchzuführen. Eine Besonderheit ist hierbei das Burgfeld, es wird nicht mit Ortsplättchen abgedeckt. Jeder Spieler der am Ende des Spieles mindestens eine Siedlung angrenzend an ein Burgfeld hat bekommt dafür drei Punkte. Neben das Spiel werden nun die Geländekarten zurecht gelegt. Jede Geländekarte zeigt einen bebaubaren Geländetyp, sie weißen den Spieler an, wo er seine nächsten Siedlungen bauen soll. Dann werden drei Karten aus dem Stapel der Kingdom Builder Karten gezogen. Diese Karten stehen für unterschiedliche Spielziele, für deren Erreichen die Spieler am Ende des Spiels Punkte erhalten. Zuletzt erhält der Spieler noch vierzig Siedlungen und einen Goldmarker in seiner Farbe.
Ein Zug eines Spielers setzt sich aus der Pflichtaktion und möglichen weiteren Aktionen durch gesammelte Ortsplättchen zusammen. Für die Pflichtaktion zieht der Spieler eine Geländekarte und setzt dann drei seiner Siedlungen aus dem Vorrat angrenzend auf den Geländetyp den die Geländekarte zeigt. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass auch angrenzend an schon bestehende eigene Siedlungen gebaut werden muss die sich vielleicht auf einer anderen Geländeart befinden. Auf jedes der Eingangs beschriebenen Hexagonalfelder passt genau eine Siedlung. Gesammelte Ortsplättchen ermöglichen eine zusätzliche Aktion ab der Runde nach dem Erhalt des Plättchens, diese Aktionen sind optional und können entweder vor oder nach der Pflichtaktion ausgeführt werden. Jedes Ortsplättchen kann nur eimal in einem Zug eingesetzt werden. Grundsätzlich ermöglichen die Ortsplättchen entweder das Einsetzten einer weiteren Siedlung oder das Verschieben einer bereits errichteten Siedlung. Natürlich muss auch hier nach Möglichkeit angrenzend an schon bestehende eigene Siedlungen gebaut werden, eine Ausnahme hierbei bildet die "Koppel" bei der diese Bauregel aufgehoben ist.
Die letzte Spielrunde wird eingeläutet wenn der erste Spieler sein letzte Siedlung verbaut, nun können noch alle Spieler bis zum Startspieler einen letzten Zug durchführen. Bei der anschließenden Wertung werden als fester Bestandteil die an Burgfelder angrenzenden Siedlungen und die unterschiedlichen Bedingungen der drei zufällig gezogenen Kingdom Builder Karten berücksichtigt. So wird beispielsweise bei der Kingdom Builder Karte "Fischer" jede an ein Wasserfeld angrenzende Siedlung mit einem Siegpunkt belohnt, die Karte "Arbeiter" belohnt Siedlungen an Ortsfeldern oder der Händler die Bildung von Handelsstraßen.
Fazit
Gerhard
Kingdom Builder ist ein Spiel mit geringer Einstiegshürde und deutlichem Glücksanteil. Sehr interessant ist der variable Aufbau des Spielbretts in Verbindung mit variablen Spielzielen. Gerade die unterschiedlichen Spielziele verändern die Spielweise der Spieler derart dass fast der Eindruck unterschiedlicher Spiele entsteht. Teilweise sind die Ziele auch konkurierend, so dürfte es kaum möglich sein bei allen drei Spielzielen jeweils die meisten Punkte zu erzielen. Mit all dieser Variablität bedarf es schon etlicher Spielrunden um tatsächlich einmal das gleiche Spiel zu spielen. Und genau hierbei liegt auch ein mögliches Problem, um Kingdom Builder zu beherrschen bedarf es schon einiger Runden. Gerade für Einsteiger ist es sehr leicht schon zu Beginn einen kapitalen Fehler zu machen der Auswirkung auf das restliche Spiel hat und nicht selten über Sieg oder Niederlage entscheidet. Kommt nun noch "Pech" beim Ziehen der Geländekarten hinzu, zum Beispiel das wiederholte Ziehen der gleichen "nutzlosen" Geländeart, kann schon mal der Eindruck von Machtlosigkeit entstehen. Vielen Spielern wird vermutlich erst nach einigen Spielrunden die tatsächliche Komplexität des Spieles bewußt, der geschickte und wohlüberlegte Einsatz der Bonusaktionen ist hier das A und O. Natürlich gibt es an der Qualität des Spielmaterials und der Anleitung nichts auszusetzen, dass ist aber in dieser Preisklasse auch zu erwarten. Und da sind wir bei einem wirklich heiklem Punkt, ein durchschnittlicher Preis (Sommer 2012) von 40€ oder gar darüber ist nicht gerade als kostengünstig zu bezeichenen. Nun, für wen ist Kingdom Builder zu empfehlen? Das Spiel richtet sich an alle die Spaß beim kleinlichen kombinieren von Spielelementen haben und nicht gleich bei Mißerfolgen aufgeben. Für diesen Personenkreis könnte Kingdom Builder bestimmt ein lohnenswerte Anschaffung sein.
Waldfee
Kingdom Builder ist prädestiniert für Hausregeln. Um auch Brettspiel-Anfängern den Einstieg zu erleichtern kann man z.B. 2 Geländekarten auf der Hand haben aus denen dann die zurzeit geeignetere gewählt werden kann. Oder man erlaubt eine Jokerkarte im Spiel, z.B. dass man einmal im Spiel eine gezogene Handkarte tauschen darf, oder man legt eine offene Geländekarte neben den Nachziehstapel. Dann kann man wählen ob man diese zieht oder lieber eine verdeckte Karte... Bei den angegebenen Links gibt es auch Angaben zu möglichen Varianten oder Hausregeln die sehr hilfreich sind. So kann das Spiel auch Neulingen Spaß machen ohne den Frustfaktor dass man immer auf "Sand" bauen muss...