Toscana Hof Trages

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Restaurant Toscana (Hof Trages) in der Nähe von Freigericht

Wenn man aus Rodenbach sudöstlich (auf der L3268) herausfährt, kommt man durch ein Waldstück. Hinter dem Wald führt ein kleiner Weg rechts ab- nicht nach Freigericht, sondern scheinbar ins Nirgendwo. Diesen Weg muss man nehmen, um zu der Gaststätte zu gelangen. Wenn man ihn findet. Denn die Lokalität hat keine richtige Adresse. Ergo bin ich zweimal darum herumgefahren, bevor die Einheimischen in Freigericht mir weiterhalfen. Zum Glück für meine Mutter haben wir es dann doch gefunden, mein Magen war inzwischen schon so leer wie die Staatskasse von Kenuri und ich wurde unfroh. Es war also schon dunkel, als wir den Hof ansteuerten, und das meine ich wörtlich. Das Gebäude diente wohl mal als Bauernhof oder ähnliches, wirkte schon von außen sehr pittoresk. Die Innenausstattung war sehr weitläufig, problemlos hätte man hier eine Promi-Hochzeit feiern können, nur dass an den vielen edel geschmückten Tische niemand saß: Wir waren lange Zeit die einzigen Gäste - schade eigentlich. Wie der Name vermuten ließ, zeigte sich die Speisekarte sehr mediterran, also jede Menge Nudelgerichte und die unvermeidlichen Pizzen. Daneben findet sich aber auch einiges an Fisch. Abgerundet wird die Karte durch Steaks, Lamm- und Kalbfleischgerichte. Wer Innereien mag, findet auch zwei Spezialitäten mit Kalbsleber im Angebot. Außerdem bietet das Lokal immer eine Tageskarte. Die Getränke haben akzeptable Preise, alle Weizenbiere zum Beispiel sind für EUR 3,20 zu haben. Es gibt Schöfferhofer aus dem Fass (!), im Pilssektor werden unter anderem Krusovicé und Radeberger angeboten. An diesem Abend gab es eine gemischte Meeresfrüchte-Platte für zwei Personen. Ich hatte einen Riesenhunger und wollte mir vorab eine Suppe gönnen- der nette und gutgelaunte Kellner riet mir davon ab, die Hauptspeise sei sehr umfangreich. Ausnahmsweise hörte ich auf ihn, und tatsächlich, die Fischplatte war üppig bestückt, inklusive lecker angemachter Kartoffeln und wirklich frischem Salat. Der oben erwähnte Kellner brachte sie uns nicht nur, sondern zerlegte fachgerecht einen Teil des schön angerichteten Fisches, um ihn dann auf unseren Tellern ebenso kunstvoll zu drapieren. Als die Teller dann vor uns standen, guckte ich meine Mutter betreten an- es waren Scampi drauf, und ich wußte nicht, wie man die nun ißt. Der erste Versuch, das Essbare aus dem Hinterteil zu bekommen, ging schon mal schief. Ich habe es mir von dem Kellner nochmal zeigen lassen, der nahm es locker und erklärte mir zur Sicherheit, dass man den Kopf und den Brustteil der Viecher nicht mitißt... Ich weiß nicht mehr, was es an Desserts gab, ich war nach dem Essen so satt, dass es nur noch für das Pfefferminzblättchen gereicht hätte. Fazit: Es war ein gemütlicher, gelungener Abend und ich würde da wieder hinfahren. Mit GPDS Koordinaten diesmal.

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