Anderwelt Newsletter
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September 2023
Liebe Anderweltler und Freunde des Vereins,
Ein feuchtfröhliches Sommerfest liegt hinter uns und die gesamte Spiele-Community fiebert nun DEM Ereignis des Jahres entgegen - der Essener SPIEL Messe, die in wenigen Wochen eröffnet wird. Wer es selbst nicht zur Messe schafft, hat bei unserem einmaligen Andertag die Möglichkeit alle frischen Errungenschaften aus Essen zu bestaunen und sogar zu testen.

Lasst euch nicht vom Herbst überraschen und die Würfel rollen.

Andrea

Schriftführung
Andrea
Die Burgentour-Teilnehmer vor der Kulisse Schloss Schwetzingen und der Statue vom Schweine-reitendem Fürstenpaar.
Mit Anderwelt auf Burgentour
Ende Juli sind wir nach 3-jähriger Pause endlich wieder zur Burgentour losgezogen. Ziel waren diesmal die Schlösser Bruchsal und Mannheim. Mit nur 5 Personen konnten wir zwar keine Gruppenvorteile nutzen, hatten aber auch nicht weniger Spaß am Ausflug. Highlights und Erkenntnisse der Tour haben wir für euch in einem Bericht zusammengefasst.
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Eine mit Fahrradhelm und Warnweste ausgerüstete Statue am Hanauer Freiheitsplatz, daneben eine Werbefahne vom ADFC. 
Anders radeln mit Anderwelt
In unserem Verein gibt es neben dem Interesse fürs gemeinsame Spiel auch einige andere Überschneidungen bei der Freizeitgestaltung. So haben wir auch seit Jahren eine Whatsapp-Gruppe für die Radler:innen. Hier werden gemeinsame Radtouren angeboten oder News rund ums Rad geteilt.
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Besucher sitzen unter den Pavillons, spielen eine aufregende Runde WIZARD eXtReme  und unterhalten sich.
Anderwelt Sommerfest
Feucht-fröhlich durch die Nacht trotz mäßiger Wetteraussicht verbrachten 30 Vereinsmitglieder und Freunde des Vereins am 05. August 2023 einen schönen Abend in Saschas Garten mit leckerem Essen und verschiedenen Spielen.
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Zu sehen sind Bildausschnitte von Schirts, Würfel, Taschen, Tassen, Blusen, Hemden und mehr mit verschiedenen Anderwelt-Aufdrucken in unterschiedlichen Farbkombinationen (Stand 2021).
Andertag im Brückenkopf 22.10.
Eine neue Tradition ist unser Andertag im Oktober. Hier spielen wir die neuen Inventarzugänge von der Messe SPIEL in Essen. Natürlich wird auch darüber geredet, gegessen und ihr könnt Vereinsmerch erwerben. Seid dabei am 22. Oktober im Brückenkopf.
→alle Infos zur Veranstaltung
Zu sehen ist ein Tisch mit bunten sechs-eckigen Landschafts-Lege-Plättchen, die Dörfer, Felder, Flüsse, Wälder und Schienen formen. Im Hintergrund ist die aufrecht stehende Spiele-Schachtel zu sehen.
Spiele-Rezension
Was als PC-Spiel gestartet ist findet als Brettspiel viele Liebhaber denn die Umsetzung am Brettspieltisch ist wohl besser als am PC. Hier geht es auf jeden Fall um das von Pegasus veröffentlichte Plättchenspiel das auch bereits zum Spiel des Jahres 2023 gewählt wurde.
→zur Spiele-Rezension
Zu sehen ist verschiedenstes Spielmaterial: Karten, Würfel, Meeple und Marker.
Blicke in die Vergangenheit
Wer kennt sie nicht, diese kleinen Déjà-vu, die uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern, uns für kurze Momente in die Vergangenheit schicken und die Erinnerungen an längst vergessene Spiele und Spielsituationen aufblitzen lassen. Hier teilen wir diese mit Euch.
→lest im Artikel mehr darüber
Vor weißem Hintergrund aufrecht stehende Holzklötzchen mit den Buchstaben N E W. 
Neue Vereinsmitglieder
Im August haben wir zwei neue Mitglieder für uns gewonnen. Der Kreis der Anderwelter zählt somit aktuell 50 aktive Personen. Angelockt durch Anderwelt-Flyer haben Elisabeth und David schon einige Spielerfahrungen während der Stammtische und Spielesonntage mit uns sammeln können. Wir freuen uns auf viele weitere interessante Spiele-Partien mit den beiden.
Anderwelt-Säckchen mit vielen Cent-Stücken
Achtung - Zahltag
Um einen Schreck am Monatsende im September zu vermeiden, möchten wir alle halbjährlich zahlenden Mitglieder daran erinnern, dass die zweite Jahreshälfte der Mitgliedsbeiträge am 15.09.23 fällig wird.
Artikel: Mit Anderwelt auf Burgentour
geschrieben von Andrea Weichelt

Schloss Bruchsal

Phoenix aus der Asche
Schloss und Region wurden während des Zweiten Weltkriegs fast vollständig zerstört. Die Bruchsaler leisteten jedoch schier unmögliches und nahmen große Anstrengungen auf sich, um das Schloss wieder in seinen Ausgangszustand zu bringen. Durch zahlreiche Spendenaktionen, das Auffinden notwendiger Architekten, Handwerker und Künstler, eigene Arbeitskraft und zum Teil staatliche Unterstützung konnte dieses Projekt in (nur) 25 Jahren bewältigt werden. Eine besondere Herausforderung stellte hierbei der Anspruch der Detailtreue dar, die jahrhundertealtes Handwerk von Schreinern, Steinmetzen, Stuckateuren und Malern streng nach alten Traditionen erforderte. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen, denn heute ist Schloss Bruchsal wieder ein beeindruckendes Beispiel barocker Baukunst.
Bilder-Collage von der Zerstörung Schloss Bruchsal und dessen Wiederaufbau.
Günstig, aber nicht billig
Um die Baukosten im 18. Jahrhundert gering zu halten, ließ Fürstbischof Hugo von Schönborn-Buchheim bei Schloss Bruchsal eine neue, trickreiche Mode anwenden: "Trompe-l'œil", zu Deutsch "täusche das Auge". Zierleisten, Schnitzereien, ja sogar Möbel, Nischen und ganze Statuetten sind auf dem flachen Putz gemalt und eine geradezu perfekte optische Täuschung. Diese künstlerische Technik verleiht den Räumen des Schlosses ein beeindruckendes und majestätisches Ambiente, das den barocken Stil und die Pracht betont und zudem den Geldbeutel schont - damals wie heute.
Bilder-Collage von der Fassade Schloss Bruchsals und der aufgemalten optischen Täuschungen im Innenbereich.
Irgendwas ist anders
Zugegeben, ab der dritten Besichtigung gleicht ein Barock-Schloss meist dem anderen. Doch in Bruchsal ist etwas merklich anders. Nicht nur, dass man sich entschlossen hat eine dunkle Ehrfurcht gebietende Grotte in der Mitte des Eingangsbereiches zu platzieren, auch die Treppen zum Empfangsbereich winden sich an der Grotte vorbei, biegen langsam um die Ecke und scheinen gar nicht enden zu wollen. Beim Aufstieg zur Audienz oder Feierlichkeit weiß man somit nicht, was einen erwartet und wird umso mehr von der Pracht des lichtdurchfluteten offenen Bereichs mit eindrucksvollen Deckengemälden überrascht.
Barock-Treppenhaus und Tanz-Saal von Schloss Bruchsal.
Verzauberte Mechanik
Im Schoss Bruchsal verbirgt sich zudem das deutsche Musikautomatenmuseum. Hier erwachen verstaubte Notenblätter zu Leben, während mechanische Wunderwerke zu vergessenen Klängen tanzen. Von der Raum-füllenden Jahrmarkt-Orgel über ein selbst spielendes Klavier bis hin zu verzauberten Dioramen und vollautomatischen Tanzkapellen gibt es allerlei ausgefallene Meisterstücke zu entdecken und vor allem zu hören. Der noch funktionstüchtige pneumatische Geigen-Automat aus dem 18. Jahrhundert wurde seiner Zeit sogar als achtes Weltwunder bezeichnet, da er selbst komplizierte Stücke auf der Violine fehlerfrei spielen konnte.
Bilder-Collage von Ausstellungsstücken des deutschen Musikautomatenmuseums in Schloss Bruchsal. Gezeigt werden Dioramen, eine Spielorgel, ein mechanischer Vogel im Käfig und weitere Musikautomaten aus zwei Jahrhunderten.
Schloss Mannheim

Protziger Prunk-Palast
Beim Bau von Schloss Mannheim wollte der Pfälzer Kurfürst Karl III. unbedingt den französischen Sonnen-König in seinem weltberühmten Versailler Palast übertrumpfen. So kam es, dass an der 450 Meter langen Fassade insgesamt 1501 Fenster verbaut wurden - genau ein Fenster mehr als in Versailles.
Bilder-Collage von Schloss Mannheim. Gezeigt werden Fassade und Treppenhaus.
Kultur statt Krieg
Trotz der offensiven Zurschaustellung von Macht waren die Pfälzer eher progressiv und versuchten kriegerischen Handlungen aus dem Weg zu gehen. Hierdurch gespartes Vermögen wurde wiederum hauptsächlich in die Förderung von Kunst und Kultur investiert - was sich auch in den auffälligen Familien-Porträts der Fürstentöchter in künstlerisch schaffenden Posen deutlich widerspiegelt. Zahlreiche Künstler, Architekten, Musiker und Gelehrte waren am Mannheimer Hof zugegen. Dies führte zur Entstehung verschiedener Institutionen wie Theater, Opernhaus, Kunstakademie, Bibliotheken und Schulen, die vor allem auch der Bevölkerung zugänglich gemacht wurden. Mannheim entwickelte sich so zu einem europaweiten kulturellen Hotspot. Und selbst heute noch ist die Unterstützung der bildenden Künste spürbar, denn das Schloss dient als Hauptsitz der Mannheimer Universität und beherbergt neben dem Museum auch verschiedene Fakultäten, Hörsäle, Büros und studentische Einrichtungen.
Bilder-Collage des Fürsten und seiner Töchter beim Ausüben verschiedener Künste. Dargestellt sind Schriftstellerei, Bildhauerei, Musik, Malerei und Architektur.
Planetarium Mannheim

Nicht von dieser Welt
Im nahe gelegenen Planetarium lässt sich im Relax-Sessel mit Blick in einen fantastischen Sternenhimmel zum Schluss noch ausspannen. Eine absolut perfekte Täuschung führt uns hierbei durch die Geheimnisse unserer Galaxie und darüber hinaus - den ein oder anderen sogar ins Traumland.
Die Burgentour-Teilnehmer vor der Kulisse Schloss Schwetzingen und der Statue vom Schweine-reitendem Fürstenpaar.
Artikel: Anders radeln mit Anderwelt
geschrieben von Nicole

Da wir kaum Hochleistungsradler unter uns haben sind die Touren meist für Anfänger und Gelegenheitsradfahrer geeignet. Wir radeln auf flachen Wegen, machen regelmäßig kleine Pausen und am Ende möglichst eine Schlusseinkehr.

Das ist auch mit einem BIO-Bike zu schaffen, also Rädern ohne e-Motor.

Die großen Touren für erfahrene Radfahrer:innen auf hügeligen Wegen und längeren Strecken heben wir uns meist für den Hin- und Rückweg zur Ostertours auf. Inzwischen haben wir ja Zuwachs in der Radgruppe und können vielleicht auch mal eine längere Tour einplanen.

Neben den sporadischen Fahrten meldet der Verein sich auch jährlich beim Stadtradeln an. Zu elft versuchten wir möglichst viele km statt mit dem Auto mit dem Rad zurückzulegen. Auch zur Vorstandssitzung sind 5 Mitglieder nach Großauheim und zurück geradelt. In diesem Jahr hat Adrian die meisten km für den Verein erradelt. Leider hat es, vielleicht wegen dem Wetter oder viel Homeofficetagen, nur zu Platz 39 im Kommunenranking gereicht. Da gibt es noch Potenzial!

Du bist noch unentschlossen, ob du mit dem Radfahren anfangen sollst? Radfahren ist eine tolle Möglichkeit, sich zu bewegen, die Natur zu genießen und gleichzeitig etwas für die Gesundheit zu tun.

Melde Dich beim Vorstand wenn Du auch dabei sein möchtest.

Wir freuen uns auf Dich!
Artikel: Anderwelt Sommerfest
geschrieben von Sophie

Sommerfest 2023

Am ersten Samstag im August, feierten wir, der Anderwelt e. V., unser alljährliches Sommerfest. Nachdem es in diesem Jahr beinahe ins Wasser gefallen wäre, amüsierten sich letztendlich etwa 30 Vereinsmitglieder und deren Freunde im Garten von Vereinsmitglied Sascha. Letzterer hatte uns auch in diesem Jahr seinen Garten für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt und ihn zusammen mit den Vorstandsmitgliedern, sowie dem Vereinsmitglied Andreas hergerichtet.
Besucher sitzen unter den Pavillons, spielen eine aufregende Runde WIZARD eXtReme  und unterhalten sich.
Nachdem sich das Organisationsteam kurzfristig, witterungsbedingt dagegen entschieden hatte, das große Festzelt aufzustellen und in einer schnellen Umfrage herausfand, dass nur wenige Vereinsmitglieder planten auch bei Regen vorbeizukommen, wurden am Samstag spontan und mit vereinten Kräften drei Pavillions, Bierbänke und Gartenmöbel hergerichtet. Die Pavillions boten während des Regengusses am Abend dann auch Schutz vor dem kühlen Nass von oben.

Kulinarisch wurden dieses Mal neben Rindswürstchen und Steaks auch Wraps angeboten, die sehr gut ankamen. Auch der Nudelsalat von Julia, einer Freundin des Vereins, fand reißenden Absatz.

Da sich nicht so viele Mitglieder getraut hatten, zuzusagen, und recht feuchtes Wetter gemeldet wurde, war die Spieleauswahl verhältnismäßig klein. Neben "Akropolis", "Sagani" und "Trails of Tucana" aus dem Vereinsbestand standen Dank Richard, einem Freund des Vereins, und den beiden neuesten Vereinsmitgliedern Elisabeth und David auch die Spiele "Love Letter", "Sprawlopolis", "The Crew - Mission Tiefsee", "Trial by Trolley" und "Ravine", sowie "Wizard extreme" vom Vereinsmitglied Patrick zum Spielen zur Verfügung. Mit dieser eher "leichten Kost" konnten mehrere verschiedene Runden gespielt werden.

So wurde es ein schöner Abend mit Spiel, Spaß und guter Laune.
Bilder-Collage der Tische und Runden. Deutlich zu erkennen ist das erfrischende Nass von oben.
Artikel: Andertag im Brückenkopf 22.10.
geschrieben von Nicole

SAVE THE DATE! 22.10.2023

Unser Orgateam hat den Andertag wie gewünscht in die regelmäßigen Veranstaltungen aufgenommen. Mit dem Brückenkopf haben wir für eine Veranstaltung dieser Größenordnung eine gute Lokation gefunden.
Der Schriftzug - Andertag VIP im Brückenkopf - gestaltet aus dem runden Anderwelt-Logo mit dem berühmten A, einem rosa farbigen VIP-Stempel und dem Brückenkopf-Logo. Im Hintergrund ist der Stammtisch zu sehen, auf dem sich diverse Spiele-Kartons stapeln.
An diesem Sonntag gehört der Brückenkopf ganz exklusiv dem Anderwelt e.V. und wir können alles spielen was auf die Tische passt. Der Verein bringt die neu auf der Messe SPIEL erworbenen Brettspiele mit... und natürlich einige Klassiker aus dem Inventar. Unsere neuen Mitglieder können mit Mitgliedern der ersten Stunde alles rund ums Spielen besprechen, ob Rollenspiel, Brettspiel oder LARP. Hier können allerlei Erfahrungen ausgetauscht werden.

Fürs leibliche Wohl wird der Koch uns was zaubern und der Thekendienst uns mit Getränken versorgen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich aber gern gesehen, denn das erleichtert uns die Planung ungemein. Merchwünsche dürft ihr auch gerne im Vorfeld nennen, wir bemühen uns dann zum Termin bereits entsprechendes mitzubringen.
Also sei dabei, Spiel mit uns!

Alle aktuellen Infos zum Andertag sind auf unserer Homepage zu finden. Schaut öfter mal rein, um auf dem Laufenden zu bleiben.
Artikel: Spiele-Rezension
geschrieben von Gerhard Vinson

Dorfromantik - das Brettspiel (2022)

Autor: Michael Palm, Lukas Zach
Spieler: 1 - 6
Dauer: 30-60 Minuten
Rating BGG: 7,7/10
→ auf BGG anschauen

Spiel des Jahres 2023

Dorfromantik ist ein kooperatives Plättchenanlegespiel das bei Pegasus erschienen ist.
Zu sehen ist ein Tisch mit bunten sechs-eckigen Landschafts-Lege-Plättchen, die zusammenhängend Dörfer, Felder, Flüsse, Wälder und Schienen formen. Ebenfalls zu sehen sind Punkte-Plättchen, gelöste Aufgaben-Karten, ein Wertungsblock, ein Fortschritts-Block und eine kleine weiße Plüsch-Maus im Ringel-Pulover mitten auf dem Spiel-Feld.
Worum geht's?
Plätschernde Flüsse, rauschende Wälder, sich im Wind wiegende Weizenfelder und hier und da ein schnuckeliges, kleines Örtchen – das entstehende romantische Dorf ist auch als Brettspiel von den Spielern in verschiedenen Zwischenetappen zu puzzeln.

Wie funktioniert es?
Bei Dorfromantik ziehen die Spieler sechseckige Plättchen und beraten gemeinsam wie das Plättchen am besten an schon ausliegende angelegt werden sollte. Die Plättchen zeigen verschiedene Landschaftsformen, etwa Getreidefelder, Wälder oder Häuser. Darüber hinaus gibt es auch Gleise einer Eisenbahn und einen Fluss. Zu jedem Zeitpunkt gibt es drei Aufgaben auf Auftragsplättchen. Wird eine Aufgabe gelöst, wird wieder eine neue Aufgabe ergänzt. Eine Aufgabe könnte etwa sein, ein Getreidefeld aus sechs Plättchen zu bilden oder einen aus fünf Plättchen bestehenden Fluss. Etwas gewöhnungsbedürftig ist zu Beginn, dass die Landschaften nicht mit weiteren Hexagonfeldern der gleichen Art fortgesetzt werden müssen - es entstehen also Brüche im Landschaftsbild. Lediglich die Eisenbahn und der Fluss müssen passend angelegt werden. Das Spiel endet wenn der Stapel der Landschaftsplättchen aufgebraucht ist. Je mehr Aufgabenplätten ins Spiel gebracht werden konnten, desto größer ist unsere Welt und umso mehr Punkte können erspielt werden.

Am Ende einer Partie wird ausgewertet. Neben den Auftragsplättchen bringen noch weitere Dinge Punkte, etwa der längste Fluss und die längste Schienenstrecke. Anhand einer Tabelle wird dann festgestellt wie viele "Schritte" die Summe der Punkte wert ist. Ähnlich eines Entwicklungsbaums beim Computerspiel, können die Spieler die Schritte verwenden um weitere Spielelemente freizuschalten. So kommen mit jedem Spiel neue Elemente mit eigenen Anlegeregeln ins Spiel - die Landschaft wird immer größer und komplexer. Die neuen Elemente befinden sich in durchnummerierten Pappschachteln, um die Spannung über das Spiel aufrecht zu erhalten. Neben den Basisplättchen können die Spieler so weitere Elemente freispielen die sich in der Spielebox befinden.

Nach ungefähr fünfzehn Partien haben dann die Spieler alles entdeckt. Natürlich kann das Spiel auch weitergespielt werden, etwa um einen neuen Punkterekord zu erzielen. Anders als bei anderen "Legacy"-Spielen wird kein Element verändert oder gar zerstört, so es ist möglich das Spiel zurückzusetzen - die im Laufe des Spiels freigeschalteten Elemente werden einfach wieder in ihre ursprünglichen Pappschachteln gegeben.

Was taugt es?
Natürlich ist der kooperative und überaus friedliche Ansatz nichts für jeden Spieler. So kann die Gruppe keine Partie, oder gar das Spiel verlieren. Unter Umständen werden einfach nur mehr Partien benötigt um alles zu entdecken. Mit den geeigneten Mitspielern aber macht das Spiel sehr viel Spaß! Weil die Partien zumindest anfangs nicht übermäßig lang sind, entsteht häufig der Wunsch, gleich noch eine weitere Partie zu spielen. Das Optimum dürfte wohl bei drei oder vier Spielern liegen, aber es lässt sich auch gut alleine spielen. Lediglich die Punkteausbeute dürfte beim Solospiel etwas niedriger liegen, mit zunehmender Anzahl an ausgespielten Plättchen geht schon mal der Überblick verloren. Der Glücksfaktor des Spiels ist nicht zu unterschätzen, oft werden dringend benötigte Plättchen zu spät oder in der falschen Reihenfolge gezogen. Aber das stört nicht wirklich, wichtiger als ein immer höherer Highscore ist die gemütliche, gemeinsame Puzzelei. Und vielleicht können wir ja auch bald mit einer Erweiterung rechnen...
Artikel: Blicke in die Vergangenheit
geschrieben von Sophie

Spaghetti mal anders

Als ich neulich durch den umgestalteten Spielzeugladen in der Salzstraße in Hanau stöberte, stand ich plötzlich einem Spiel gegenüber, dass ich seit mindestens 20 Jahren nicht mehr gesehen hatte. Und spontan überkamen mich Erinnerungen an Spielenachmittage bei Omi und Kindergeburtstage und ein überraschendes Glücksgefühl.

Auch wenn der Name und das Layout ein wenig verändert wurden, war mir spätestens nach einem Blick auf die Rückseite klar, dass es sich immer noch um dasselbe Spielprinzip handelte.
Statt "Avanti Spaghetti" heißt es inzwischen "Paletti Spaghetti" und statt dem dicken Italiener, der grauhaarigen Oma und dem jungen Burschen mit Sonnenbrille zieren nun drei Katzen das Cover. - Was auch immer Katzen mit Spagehtti zu tun haben 🤷 -

Spielaufbau: Ein Plastikteller mit 4 verschiedenfarbigen Gabeln in vier "Ecken", die je mit einer "Spaghetti" (farblich zur Gabel passende Schnur) verbunden sind. Diese Schnüre werden gemeinsam angehoben und dann zu einem wirren Nudelberg auf dem Teller angehäuft.
Dann werden die "Nudeln" mit den Zutaten "Pilz", "Tomate" und "Fleischbällchen" auf dem Teller fixiert. Die Zutaten sind kleine Stecker, die man zufällig im Nudelberg verteilt und in die dafür vorgesehenen Plätze auf dem Teller steckt.
Spielziel: Spaghetti als erster vollständig aufgewickelt haben.
Spielprinzip: Würfeln, die auf dem Würfel abgebildete Zutat vom Teller entfernen (Stecker herausziehen) und Spaghetti weiter aufrollen.

Das Spiel ist nicht besonders anspruchsvoll, das kriegen auch schon Kleinkinder hin - Empfehlung des Verlags: ab 4 Jahre.
Heute würde ich es nur noch mit Nichten, Neffen oder anderen Kindern spielen.
Dennoch habe ich mich sehr gefreut, dass es das Spiel noch gibt und wollte euch einfach mal an meiner Kindheitserinnerung teilhaben lassen. Vielleicht kennt ihr ja einen kleinen Erdenbürger, der an diesem Spiel auch seine Freude haben könnte ...

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