Liebe Anderweltler und Freunde des Vereins,
mit dem Frühlingsanfang startet auch der Verein mit weiteren Aktionen und Veranstaltungen durch. Am 5. Mai 2024 ist unser Spielesonntag im Mainblick, am 8. Mai 2024 findet erneut ein Spieleabend im Rahmen unserer Kooperation mit IKEA statt und wir freuen uns schon darauf. Ab 10. Mai wird wieder gemeinsam geradelt. Seid dabei, wir laden Euch herzlich ein!
Mit Frühlingsgrüßen
Elisabeth Kerler
Beisitzerin
Neue Vereinsmitglieder
Auf der Vorstandssitzung am 29.04. durften wir über zwei Mitgliedsanträge abstimmen. Da die Expertenspielliebhaber Steffi und Patrick bereits seit Jahren bei Spielesonntag, Andertag und manchem Stammtisch mit uns spielen, wurden die Anträge natürlich einstimmig angenommen. Wir heißen die beiden herzlich willkommen und erhöhen unsere Mitgliederzahl auf 57.
Stadtradeln
Beim Wettbewerb Stadtradeln trittst du 21 Tage in die Pedale für mehr Radförderung, Klimaschutz und Lebensqualität in deiner Kommune. Auch der Anderwelt e.V. ist seit Jahren mit einer Radlergruppe dabei.
Melde dich gerne noch an und radle mit uns gemeinsam in der Gruppe. In diesem Jahr findet das Stadtradeln bereits im Mai vom 11.05. bis 31.05.2024 statt.
Eure Hilfe ist gefragt
Wir brauchen helfende Hände beim Umzug des Inventars in einen trockenen Raum. Dabei wollen wir einen Anlauf starten, dieses Inventar in einer Liste zu erfassen. Dann könnt ihr gleich viel besser sehen, was der Verein an Inventar so alles zu bieten hat.
Außerdem suchen wir eine gute Räumlichkeit für einen weiteren Spielesonntag im Monat. Habt ihr dazu Ideen oder andere Informationen? Sprecht oder schreibt uns gerne an, wir testen die Lokation dann mal.
Und merkt Euch den 3. August für unser Sommerfest vor!
Anderwelt-Jugendförderung mit Demokratielernspiel “Quararo”
Viele wissen, dass unser Anderwelt e.V. wegen seiner Tätigkeit für Jugendförderung als besonders gemeinnützig anerkannt ist. In diesem Jahr haben wir als Verein die Möglichkeit, bei einer Hanauer Schule in einer Aktionswoche für diesen Vereinszweck zu punkten.
→ lest im Artikel mehr darüberNachlese von der AnderCon
Schon seit Längerem wartete der Anderwelt e.V. auf eine gute Gelegenheit, wieder ein Con zu veranstalten. Im März bot sich zu unserem 25. Jubiläum die Gelegenheit, den bundesweiten Gratisrollenspieltag mit einem Brettspielwochenende für Mitglieder und Besucher zu verbinden. Eine kurze Rückschau hat Nicole für uns geschrieben.
→ lest im Artikel mehr darüberAnderCon – aus Sicht einer Rollenspielleiterin
Auf der AnderCon war viel los. Eli berichtet von ihren persönlichen Eindrücken von
Dungeons and Dragons 5. Edition (D&D5e), über Roll for Shoes bis hin zu Alien – das Rollenspiel, wo sie auch mal mitspielen konnte.
→ lest im Artikel mehr darüberBlicke in die Vergangenheit
In unserem letzten Newsletter haben wir euch mit einem Newsletter aus 2009 in den April geschickt. Weitere kleine Artikel aus vergangenen Jahren wollen wir Euch nicht vorenthalten und überraschen euch in diesem Newsletter mit einer Rezension aus frühen Vereinsjahren.
→ lest im Artikel mehr darüber
Artikel: Anderwelt-Jugendförderung mit Demokratielernspiel “Quararo”
geschrieben von Eli
Quararo: Unser Mittel zur Jugendbildung
Unser Anderwelt e.V. plant, das
Demokratielernspiel “Quararo” an der Eppsteinschule für den Projekttag zum Thema "Courage" für Jugendliche in der neunten Klasse anzubieten. Bei Quararo handelt es sich eigentlich mehr um ein Workshop-Konzept.
Dabei entscheidet die Gruppe gemeinsam mittels der demokratischen Entscheidungsformen Mehrheitsentscheid, Konsens, Parlamentarische Vertretung und Systemisches Konsensieren über Dilemma-Fragen. Dabei gibt es verschiedene
Sets von Dilemma-Fragen zu unterschiedlichen Themengebieten, sodass der Workshop sehr gut themen- wie altersspezifisch angepasst werden kann. Für unseren Anderwelt e.V. bieten ich und mein Mann insgesamt vier Quararo-Runden beim Projekttag “Courage” der Eppsteinschule am 8. Juli an.
Wer selbst einmal Interesse hat, bei einer Quararo-Runde mitzumachen, kann sich gerne bei mir melden. Sobald wir fünf Personen haben, die mitmachen wollen, können wir eine Runde “Quararo” starten lassen. Durch die verschiedenen Fragesets ist auch für Erwachsene etwas dabei.
Artikel: Nachlese von der AnderCon
geschrieben von Nicole
Nachlese der AnderCon

Wir haben am Samstag, 23. März, und Sonntag, 24. März, über 120 Besucher fürs Spielen und unseren Verein begeistern können. Es gab ein breites Angebot an Brettspielen aus dem Vereinsfundus und mehrere Rollenspielrunden, die von Vereinsmitgliedern in ihren bevorzugten Rollenspielsystemen angeboten wurden.
Für die meisten ausgeschriebenen Rollenspielrunden füllten sich die freien Plätze recht schnell. Die Spielleiter haben ihren Spielern ein gratis Rollenspieler-Würfelset, gestiftet von World of Dice, übergeben. Die Neulinge im Rollenspiel konnten so direkt mit ihrem eigenen Satz Würfel ins Abenteuer starten.
Für die Brettspieler gab es große Spieletische und einige Mitglieder haben sich als Spiele-Erklärer verdient gemacht oder die Spieleausleihe betreut. Für das leibliche Wohl wurde mit Würstchen, Kartoffelsalat, Leberkäsbrötchen, Kuchen, frischen Waffeln und gekühlten Getränken zu sehr fairen Preisen gesorgt. Wer sich für Tee und frisch gebrühten Kaffee begeisterte, konnte diesen aus der exklusiven Anderwelt Con-Tasse genießen.
Mitglieder übernahmen Auf- und Abbau sowie den Transport für die Veranstaltung. Die Stadt hat die Räumlichkeiten im Bürgerhaus kostengünstig zur Verfügung gestellt. Somit konnte der Verein mehr als 400€ als Gewinn verbuchen. Damit ist das Budget für die nächsten Kenner- und Expertenspiele gesichert.
Das Feedback - soweit es uns erreicht hat - war positiv! Das Nachbarschaftshaus Tümpelgarten hat uns dabei als Location für solche Veranstaltungen überzeugt. Wir freuen uns darauf, bereits im Oktober nach der Messe Essen ein weiteres Con zu veranstalten sowie Mitte März nächsten Jahres wieder an den Gratis-Rollenspieltagen mit einem Con teilzunehmen.
Artikel: AnderCon – aus Sicht einer Rollenspielleiterin
geschrieben von Eli
Ja, damals, im März bei der AnderCon...
Die Rollenspielleiter scharren mit den Hufen und lauern gespannt auf die Mitspielerinnen und Mitspieler. Vielleicht ließe sich ja Manu noch von einer Runde überzeugen? Oder gar ein Spielleiter zum Mitspieler umdrehen? Mit solchen Überlegungen startet am Samstag die AnderCon aus Rollenspielsicht – und tatsächlich findet sich für meine Gruppe mehr als eine Spielleitung ein, damit wir die Geschichte von der “Jagd des Basilisken” starten können. Zum Glück kommen doch noch mehr Spieler, meine Gruppe verkleinert sich um einen Spielleiter, bleibt aber bestehen und überlebt auch die Begegnung mit dem Basilisk. Währenddessen sind wir in guter Gesellschaft - von den Nachbartischen schallt abwechselnd Gelächter, theatralische Sprache und hitzige Diskussion zu uns hinüber.
Danach löse ich mein Versprechen ein und spiele bei “Alien” – einem Horror-Science-Fiction-Rollenspiel – mit, das sonst eher nicht meine Wahl gewesen wäre. Aber ich habe Spaß, gehe ganz in meiner Rolle als ängstlicher und lebenshungriger Pilot auf und locke schließlich die Xenomorph zu unserer Gruppe, als ich ingame auf den Wissenschaftler schieße: Er wollte einen Facehugger mitnehmen. Das war einerseits unvereinbar mit meinem Überlebenswillen und andererseits mit meinem Ziel, alles geheim zu halten… So habe ich bei der AnderCon meine Komfortzone verlassen und bei Sabrina intensiv eine andere Richtung von Rollenspiel kennengelernt, vielen Dank dafür!
Sonntags komme ich endlich dazu, mein Lieblings-Convention-Rollenspiel zu leiten: “Roll for Shoes”! Mit von der Partie sind Andrea, Manu und ein guter Freund von mir, der aus Würzburg angereist ist. Sie werfen sich schon einander die Bälle zu, als sie mir die Aspekte für die Spielwelt aufschreiben: “Roll for Shoes” basiert nämlich bis auf einen Startpunkt – in diesem Fall ein Hotel – viel auf Improvisation. Die wichtigsten Aspekte der Geschichte, die damit gemeinsam erzählt wird, und der zugrundeliegenden Welt stammen von den Mitspielern, die sich auch genauso schnell ihre Charaktere ausdenken: Eine ältere Dame mit einem Faibel für Plüschtiere und Uniformen, die scheinbar kostenlos im Hotel in Bad Orb lebt, ein verträumter Page, der sich vor allem vor seinem Vorgesetzten fürchtet und eine Praktikantin, ein Mädchen für alles, die eine Plüschmaus mit sich herumträgt… Die Geschichte wird großartig und absurd, genauso, wie sie sein soll.
Später wird es wieder etwas ernster: Ich leite noch einmal “Die Jagd des Basilisken” und ermögliche es dabei Personen, die zuletzt vor Jahrzehnten Rollenspiel gespielt haben, wieder einzusteigen. Ein weiterer Spieler berichtet, er sei Spielleiter einer Kampagne – und froh, endlich wieder einmal Spieler sein zu können. Seine Freundin, die bisher wenig Berührungspunkte mit dem Thema Rollenspiel hatte, macht in meiner Gruppe ihre ersten Pen&Paper-Gehversuche – und hat sichtlich Spaß dabei. Das erinnert mich wieder daran, welche großartigen Gelegenheiten eine Convention bietet: Ausprobieren, Wiederreinfinden, neue Möglichkeiten mitbringen mit einem ganzen Spektrum vielfältiger Angebote. Das hat auch die AnderCon geschafft.
Artikel: Blicke in die Vergangenheit
geschrieben von Gerhard Vinson
Zug um Zug - Spiel des Jahres 2004
Bei diesem Spiel geht es, wie in dem bekannten Brettspiel "Union Pacific", einmal mehr darum, Städte der USA mittels Eisenbahnlinien zu verbinden.
Auf einem recht großen Spielbrett sind bereits die möglichen Strecken vorgedruckt. Diese Strecken sind teilweise zweispurig und haben eine von vier Farben, in einigen Fällen gibt es auch farbneutrale Segmente.
Am Rand des Spielbretts ist eine Punkteleiste aufgedruckt. Bei Wertungen während des Spiels werden Spielsteine in den Farben der Spieler entsprechend weitergerückt.
Zu Beginn des Spiels bekommt jeder Spieler drei Auftragskarten, von denen er zwei behalten muß (die dritte kann er auf den Ablagestapel legen). Diesen Karten ist zu entnehmen, welche Aufträge er erhalten hat, also welche Städte miteinander zu verbinden sind. Gelingt dies, so bekommt der Spieler am Ende des Spiels dafür Bonuspunkte. Bleiben dagegen Aufträge unerfüllt, so schlagen die auf den Auftragskarten vermerkten Punkte negativ zu Buche.
Weiter bekommt der Spieler vier Streckenkarten. Diese Karten dienen dazu, Strecken auf dem Spielbrett zu kaufen. Sie haben eine von vier möglichen Farben und entsprechen den Farben der auf dem Spielfeld aufgedruckten Strecken. Auch gibt es farbneutrale Karten, die wie ein Joker für eine beliebige Farbe eingesetzt werden können. Darüberhinaus bekommt jeder Spieler 42 Wagons in seiner Farbe. Sie werden auf die Segmente der erworbenen Strecken gestellt und markieren somit den Besitz. Gehen einem Spieler die Waggons aus, so wird damit automatisch die letzte Spielrunde eingeläutet.
Wer an der Reihe ist, kann eine von drei möglichen Aktionen wählen.Durch das Aufnehmen von zwei Streckenkarten erwirbt der Spieler Liquidität, um in späteren Runden Strecken zu erwerben. Hierbei kann er wählen, ob er die Karten aus einem Vorrat von immer fünf aufgedeckten Streckenkarten oder aber vom Stapel nimmt. Wird eine aufgedeckte, farbeneutrale Streckenkarte genommen, so darf keine zweite Karte gezogen werden.
Entscheidet sich der Spieler dazu, neue Auftragskarten zu nehmen, ergeben sich unter Umständen weitere Möglichkeiten, am Spielende Bonuspunkte für abgeschlossene Verbindungen zu bekommen. Mindestens eine von den drei aufgenommenen Karten muß er behalten. Zum dritten ist es möglich Bahnstrecken zu erwerben. Hierfür muß der Spieler die erforderliche Anzahl an Streckenkarten in der richtigen Farbe sammeln. Die Anzahl und Farbe der Streckenkarten ergibt sich aus dem Aufdruck auf dem Spielfeld. Je nach Anzahl der Segmente bekommt der Spieler sofort Punkte, die auf der Punkteleiste vermerkt werden. Es ist nicht erforderlich zusammenhängend zu bauen, aber die längste zusammenhängende Strecke bekommt am Spielende nochmals Punkte.
Die Aufmachung des Spiels ist sehr gut. Sehr viel Sorgfalt wurde in die grafische Gestaltung der Karten und das Spielbrett gesteckt. Leider wollen die aus Kunstoff gefertigten Waggons überhaupt nicht so recht zum Rest des Spiels passen. Einfache Holzklötzchen in den Farben der Spieler hätten mir besser gefallen. Trotz der sehr einfachen Regeln ist das Spiel die ganze Zeit über spannend. Zum einen liegt es daran, daß häufig Zugrouten von einem Mitspieler blockiert werden und so ein Umweg gesucht werden muß. Zum anderen daran, daß man auch bei vier Spielern relativ schnell wieder zum Zug kommt. Weil die Auftragskarten der Spieler erst zum Schluß aufgedeckt werden und bewertet werden, stellt sich auch erst dann der tatsächliche Sieger heraus. Das Verhältnis zwischen Glück und Strategie ist in etwa ausgeglichen. Selbst wenn Zug um Zug weder von den Spielelementen noch vom Thema etwas Neues darstellt, ist hier doch ein in sich stimmiges Spiel entstanden.
Anm:
Dieses und einige weitere Spiele aus der Zug um Zug Reihe sind im Vereinsfundus und somit für die Mitglieder ausleihbar. Das neue Legacy-Spiel der Reihe wird der Verein nicht erwerben. Ein Legacy-Spiel ist ein Spiel, dessen Spielplan oder Regeln oder beide sich im Laufe des Spieles ändern, wobei die Änderungen für spätere Partien erhalten bleiben.
Anderwelt e.V. - Verein für Spielkultur
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